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Produktname |
Benzyldiphenylphosphin |
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CAS-Nummer |
7650-91-1 |
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Molekulare Formel |
C19H17P |
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Molekulargewicht |
276.31 |
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SMILES-Code |
P(C1=CC=CC=C1)(CC2=CC=CC=C2)C3=CC=CC=C3 |
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MDL-Nr. |
MFCD00014083 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als weißer bis cremefarbener kristalliner Feststoff erhalten. Seine Summenformel lautet C19H17P, was einem Molekulargewicht von 276,31 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 92–96 Grad. Es ist in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Tetrahydrofuran, Toluol und Diethylether leicht löslich, während es in Wasser und aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie Hexan unlöslich ist. Das Molekül besteht aus einem zentralen Phosphoratom, das an zwei Phenylgruppen und eine Benzylgruppe gebunden ist. Das Phosphoratom trägt ein freies Elektronenpaar, wodurch es nukleophil ist und an Übergangsmetalle koordinieren kann. Die Verbindung ist luftempfindlich und oxidiert bei längerer Einwirkung von Sauerstoff allmählich zum entsprechenden Phosphinoxid. Es sollte unter einer inerten Atmosphäre in einem dicht verschlossenen Behälter gelagert, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln sollte unbedingt vermieden werden.
Beschreibung
Benzyldiphenylphosphin ist ein tertiäres Phosphin mit einer Benzylgruppe und zwei Phenylringen, die an ein dreiwertiges Phosphoratom gebunden sind. Diese Struktur gehört zur Klasse der einzähnigen Phosphinliganden, die häufig in der Koordinationschemie und der homogenen Katalyse verwendet werden. Das Phosphoratom besitzt ein stereochemisch aktives freies Elektronenpaar, das Elektronendichte an Metallzentren abgeben kann und so stabile Komplexe mit Übergangsmetallen wie Palladium, Nickel, Rhodium und Ruthenium bildet. Die Benzylgruppe führt im Vergleich zu Triphenylphosphin zu einem gewissen Grad an Flexibilität und sterischer Modulation und beeinflusst die elektronischen und sterischen Eigenschaften des Liganden. Die aromatischen Ringe tragen zur allgemeinen Lipophilie bei und können π--Wechselwirkungen mit Substraten oder anderen Liganden eingehen. Als Schlüsselligand in der metallorganischen Chemie gleicht diese Verbindung Elektronendonorfähigkeit mit sterischer Zugänglichkeit aus und eignet sich daher für ein breites Spektrum katalytischer Transformationen.
Verwendungsmöglichkeiten
Ligand in der Kreuz-Kupplungskatalyse
Benzyldiphenylphosphin wird häufig als unterstützender Ligand in Palladium-katalysierten Kreuz-Kupplungsreaktionen eingesetzt, einschließlich Suzuki-Miyaura-, Heck- und Sonogashira-Kupplungen. Seine elektronenreiche Natur fördert oxidative Additionsschritte, während sein sterisches Profil die reduktive Eliminierung fördert, was zu einer verbesserten katalytischen Effizienz und Selektivität führt. Es ist besonders nützlich bei Reaktionen mit anspruchsvollen Substraten oder bei denen milde Reaktionsbedingungen erwünscht sind.
Vorläufer für die Synthese chiraler Liganden
Die Benzylgruppe bietet einen Ansatzpunkt für die weitere Funktionalisierung, um chirale Phosphinliganden für die asymmetrische Katalyse zu erzeugen. Durch Einführung stereogener Zentren oder chiraler Hilfsstoffe an der Benzyleinheit können Derivate dieser Verbindung für enantioselektive Transformationen wie Hydrierung, allylische Alkylierung und Hydroformylierung hergestellt werden. Diese chiralen Liganden sind wesentliche Werkzeuge bei der Synthese enantiomerenreiner Pharmazeutika und Agrochemikalien.
Koordinationschemie und Metallkomplexe
Dieses Phosphin dient als Modellligand zur Untersuchung des Koordinationsverhaltens tertiärer Phosphine mit verschiedenen Übergangsmetallen. Seine Komplexe werden auf ihre strukturellen, elektronischen und katalytischen Eigenschaften untersucht und liefern Einblicke in die Metall--Phosphorbindung und Ligandeneffekte auf die Reaktivität. Solche Studien untermauern das rationale Design neuer Katalysatoren für organische Transformationen.
Zwischenprodukt der organischen Synthese
Über die Katalyse hinaus wird Benzyldiphenylphosphin als Reagenz in der organischen Synthese zur Herstellung von Phosphoniumsalzen durch Quaternisierung mit Alkylhalogeniden verwendet. Diese Phosphoniumsalze sind wertvolle Zwischenprodukte bei Olefinierungsreaktionen vom Wittig--Typ und ermöglichen den Aufbau von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen mit definierter Stereochemie. Die Verbindung erfüllt somit eine doppelte Rolle als Ligand und synthetischer Baustein in der organischen Chemie.
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