5-Brom-2-methoxy-3-(trifluormethyl)pyridin

5-Brom-2-methoxy-3-(trifluormethyl)pyridin

CAS-Nummer: 1214377-42-0
Summenformel: C7H5BrF3NO
Molekulargewicht: 256,02
SMILES-Code: BrC1=CN=C(C(=C1)C(F)(F)F)OC

Produkteinführung
Produktname 5-Brom-2-methoxy-3-(trifluormethyl)pyridin
CAS-Nummer 1214377-42-0
Molekulare Formel C7H5BrF3NO
Molekulargewicht 256.02
SMILES-Code BrC1=CN=C(C(=C1)C(F)(F)F)OC
MDL-Nr. MFCD13185815

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Substanz wird typischerweise als weißer bis blass cremefarbener kristalliner Feststoff isoliert. Seine Summenformel lautet C7H5BrF3NO, was einem Molekulargewicht von 256,02 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 58–62 Grad, was auf ein konsistentes Kristallgitter hinweist. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,74 g/cm³. Es löst sich leicht in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Ethylacetat, Tetrahydrofuran und Dimethylsulfoxid, zeigt eine mäßige Löslichkeit in Methanol und Ethanol und ist in Wasser und aliphatischen Kohlenwasserstoffen praktisch unlöslich. Das Molekül verfügt über einen Pyridinring, der an der 5--Position durch ein Bromatom, eine Methoxygruppe an der 2-Position und eine Trifluormethylgruppe an der 3-Position substituiert ist. Die Substituenten Trifluormethyl und Brom sind stark elektronenziehend, während die Methoxygruppe durch Resonanz Elektronendichte abgibt und so eine polarisierte elektronische Umgebung erzeugt. Um eine Zersetzung zu verhindern, wird die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) empfohlen. Der Kontakt mit starken Basen und Nukleophilen sollte vermieden werden.

 

Beschreibung

 

5-Brom-2-methoxy-3-(trifluormethyl)pyridin kombiniert drei verschiedene funktionelle Gruppen auf einem Pyridinkern: ein Bromatom, einen Methoxysubstituenten und eine Trifluormethyleinheit. Der Pyridinring sorgt von Natur aus für einen Elektronenmangel, der durch das elektronenziehende Trifluormethyl und Brom weiter moduliert wird, während die Methoxygruppe durch Resonanz eine Elektronenabgabe ermöglicht. Diese elektronische Push-Pull-Konfiguration erzeugt ein polarisiertes aromatisches System mit regionalspezifischer Reaktivität. Das Brom dient als vielseitiger Ansatzpunkt für übergangsmetallkatalysierte Kreuzkupplungsreaktionen und ermöglicht die Einführung von Aryl-, Heteroaryl- oder Alkinylgruppen. Die Trifluormethyl-Einheit verleiht metabolische Stabilität und Lipophilie, und ihre starke elektronenziehende Natur beeinflusst die Reaktivität benachbarter Positionen. Die Methoxygruppe kann unter geeigneten Bedingungen demethyliert werden, um eine phenolische Hydroxylgruppe freizulegen, die eine zusätzliche Stelle für die Derivatisierung bietet. Dieses kompakte, dicht funktionalisierte heteroaromatische Gerüst ist ein wertvolles Zwischenprodukt bei der Synthese komplexer Moleküle, bei denen eine präzise Kontrolle der elektronischen Eigenschaften und der orthogonalen Reaktivität erforderlich ist.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Pharmazeutisches Zwischenprodukt
Dieses Brompyridin-Derivat wird bei der Synthese von Kinaseinhibitoren und anderen Therapeutika gegen Krebs und entzündliche Erkrankungen eingesetzt. Das Brom ermöglicht Suzuki-Miyaura-Kupplungen mit Boronsäuren zur Bildung von Biarylstrukturen, während die Trifluormethylgruppe die Bindungsaffinität durch hydrophobe und elektronische Wechselwirkungen erhöht. Die Methoxygruppe kann zur Wasserstoffbindung mit aktiven Proteinzentren in eine Hydroxylgruppe umgewandelt werden. Aus diesem Gerüst hergestellte Derivate haben sich als vielversprechend für die Modulation der Enzymaktivität und der Rezeptorfunktion erwiesen.

 

Agrochemische Forschung
In der Pflanzenschutzchemie dient die Verbindung als Baustein für die Entwicklung neuartiger Insektizide und Fungizide mit verbesserten Umweltprofilen. Der Pyridinkern ist ein häufiges Motiv in Agrochemikalien, die das Nervensystem von Insekten oder die Stoffwechselwege von Pilzen beeinträchtigen. Die Trifluormethylgruppe trägt zur Stoffwechselresistenz und Feldpersistenz bei, während das Brom eine Diversifizierung im Spätstadium durch Kreuzkopplung ermöglicht, um die Wirksamkeit und Selektivität gegenüber Zielschädlingen zu optimieren.

 

Materialwissenschaftliche Anwendungen
Die einzigartigen elektronischen Eigenschaften dieses fluorierten Pyridins machen es wertvoll für die Entwicklung organischer Halbleiter und lumineszierender Materialien. Die Kombination aus elektronenziehendem Trifluormethyl und elektronenspendendem Methoxy erzeugt ein Donor-{3}}Akzeptorsystem, das für optoelektronische Anwendungen abgestimmt werden kann. Nach dem Einbau in konjugierte Polymere durch Kreuzkopplung kann es Bandlücken und Ladungstransporteigenschaften für den Einsatz in organischen Leuchtdioden und Photovoltaikgeräten beeinflussen.

 

Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges heteroaromatisches Zwischenprodukt nimmt diese Verbindung an verschiedenen Transformationen teil, darunter Palladium-katalysierte Kreuz-Kupplungen, nukleophile aromatische Substitution (nach Aktivierung) und gerichtete Metallierungsreaktionen. Das Brom kann gegen Lithium oder Magnesium ausgetauscht werden, um nukleophile Spezies für Additionen an Carbonyle zu erzeugen. Die Trifluormethylgruppe kann als dirigierende Gruppe für die CH-Funktionalisierung dienen. Diese orthogonale Reaktivität ermöglicht den sequenziellen Aufbau polysubstituierter Pyridine für die medizinische Chemie und Materialforschung.

 

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