| Produktname | 1-(2,2-Difluorethyl)piperazin |
| CAS-Nummer | 767609-14-3 |
| Molekulare Formel | C6H12F2N2 |
| Molekulargewicht | 150.17 |
| SMILES-Code | FC(F)CN1CCNCC1 |
| MDL-Nr. | MFCD08696507 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird bei Raumtemperatur normalerweise als farblose bis blassgelbe Flüssigkeit mit einem schwachen aminähnlichen Geruch erhalten. Seine Summenformel lautet C6H12F2N2 mit einem Formelgewicht von 150,17. Der Siedepunkt wird bei atmosphärischem Druck auf etwa 185 Grad geschätzt, während die berechnete Dichte etwa 1,11 g/cm³ beträgt. Aufgrund des hydrophilen Piperazinrings und der polaren Difluorethylgruppe ist es vollständig mit Wasser und üblichen organischen Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol und Dichlormethan mischbar. Die gem-Difluor-Einheit ist unter neutralen und leicht sauren Bedingungen stabil, kann jedoch eine langsame Dehydrofluorierung erfahren, wenn sie starken Basen bei erhöhten Temperaturen ausgesetzt wird. Um die Reinheit zu bewahren, empfiehlt sich die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern, geschützt vor Feuchtigkeit und Kohlendioxid, unter Kühlung (2–8 Grad). Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln und konzentrierten Mineralsäuren sollte vermieden werden.
Beschreibung
1-(2,2-Difluorethyl)piperazin besteht aus einem gesättigten Piperazinring, der an einem Stickstoff mit einer 2,2-Difluorethylkette funktionalisiert ist. Der Piperazinkern stellt zwei basische Stickstoffatome bereit, die zur Protonierung und Wasserstoffbindung fähig sind, eine Funktion, die in der medizinischen Chemie häufig zur Modulation der Löslichkeit und Rezeptorinteraktionen genutzt wird. Der terminale Difluorethyl-Substituent führt einen elektronenziehenden Charakter ohne nennenswerte sterische Beanspruchung ein und erhöht die Stoffwechselstabilität, indem er oxidative Abbauwege blockiert, während gleichzeitig die Fähigkeit erhalten bleibt, Dipolwechselwirkungen mit biologischen Zielen einzugehen. Das verbleibende sekundäre Amin bietet eine praktische Möglichkeit zur weiteren Derivatisierung durch Alkylierung, Acylierung oder Sulfonylierung. Diese Kombination eines privilegierten heterocyclischen Gerüsts mit einer fluorierten Alkylkette macht die Verbindung zu einem vielseitigen Zwischenprodukt für den Aufbau von Molekülen, bei denen ausgewogene Hydrophilie und Stoffwechselresistenz erwünscht sind.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
Dieses fluorierte Piperazin dient als Schlüsselbaustein bei der Synthese von Medikamenten, die auf das Zentralnervensystem abzielen, wie Antipsychotika und Antidepressiva. Die Difluorethylgruppe kann die metabolische Halbwertszeit pharmazeutischer Wirkstoffe verbessern, indem sie gefährdete Stellen vor der Oxidation von Cytochrom P450 schützt. Der Piperazinring selbst ist ein häufiges Motiv in Molekülen, die mit Serotonin- und Dopaminrezeptoren interagieren, was eine schnelle Einbindung in Leitstrukturoptimierungsbibliotheken ermöglicht.
Agrochemische Forschung
In der Pflanzenschutzchemie wird die Verbindung zur Herstellung neuartiger Insektizide und Fungizide mit verbesserter Umweltpersistenz eingesetzt. Die Difluorethyl-Einheit erhöht die Lipophilie und erleichtert das Eindringen durch die wachsartige Nagelhaut von Insekten und Pflanzenblättern, während die Piperazin-Stickstoffatome an Metallzentren in aktiven Zentren von Enzymen koordinieren können. Solche Derivate haben sich in Feldversuchen als vielversprechend für die Bekämpfung resistenter Schädlinge und Pilzpathogene erwiesen.
Materialwissenschaftliche Anwendungen
Die Verbindung findet Verwendung bei der Synthese funktioneller Polymere und metallorganischer Gerüste. Der Piperazinring kann in Koordinationspolymeren als Brückenligand fungieren, und die Difluorethylgruppe verleiht den resultierenden Materialien thermische Stabilität und Hydrophobie. Diese Hybride werden für die Gasspeicherung, Trennmembranen und als Komponenten von Protonenaustauschmembranen in Brennstoffzellen untersucht.
Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt 1-(2,2-Difluorethyl)piperazin an verschiedenen Transformationen teil, darunter der Bildung von Amidbindungen mit Carbonsäuren, der reduktiven Aminierung mit Aldehyden und nukleophilen Substitutionsreaktionen. Die orthogonale Reaktivität der beiden Stickstoffatome ermöglicht eine sequentielle Funktionalisierung und ermöglicht so den Aufbau komplexer Polyamine und heterocyclischer Systeme. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Herstellung chiraler Hilfsstoffe und Liganden für die asymmetrische Katalyse.
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