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Produktname |
2-Brom-1-(4-(4-methyl-1H-imidazol-1-yl)phenyl)ethanon |
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CAS-Nummer |
810662-38-5 |
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Molekulare Formel |
C12H11BrN2O |
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Molekulargewicht |
279.13 |
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SMILES-Code |
CC1=CN(C2=CC=C(C(CBr)=O)C=C2)C=N1 |
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MDL-Nr. |
MFCD09834728 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als blassgelbes bis hellbraunes kristallines Pulver erhalten. Seine Summenformel lautet C12H11BrN2O, was einem Molekulargewicht von 279,13 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 138–142 Grad. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,54 g/cm³. Es ist in polaren organischen Lösungsmitteln wie Dimethylsulfoxid und Dimethylformamid löslich, in Dichlormethan und Ethylacetat mäßig löslich und in Wasser und unpolaren Lösungsmitteln wie Hexan kaum löslich. Das Molekül verfügt über einen Phenacylbromidkern mit einem 4-Methylimidazol-1-yl-Substituenten an der para-Position des Phenylrings. Die Bromketoneinheit ist hochreaktiv gegenüber nukleophiler Substitution, während der Imidazolring die Fähigkeit zur Aufnahme von Wasserstoffbrückenbindungen und das Potenzial zur Metallkoordination bietet. Um Zersetzung und Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern, wird die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur empfohlen. Der Kontakt mit starken Nukleophilen, starken Basen und starken Oxidationsmitteln sollte vermieden werden.
Beschreibung
2 Bromo 1 (4 (4 methyl 1H imidazol 1 yl)phenyl)ethanon ist ein bifunktionelles Molekül, das ein Haloketon mit einem N-Arylimidazol kombiniert. Die Phenacylbromid-Einheit dient als hochelektrophiles Alkylierungsmittel, das durch Amine, Thiole und andere Nukleophile ersetzt werden kann und die Einführung verschiedener pharmakophorer Gruppen ermöglicht. Der Imidazolring mit seinen zwei Stickstoffatomen bietet sowohl die Fähigkeit zur Aufnahme von Wasserstoffbrückenbindungen als auch die Fähigkeit, Metallionen zu koordinieren, eine Eigenschaft, die bei der Hemmung und Katalyse von Enzymen genutzt wird. Das para-Substitutionsmuster sorgt für eine lineare Geometrie und platziert die reaktive Bromacetylgruppe gegenüber dem Imidazol--tragenden Ring. Diese kompakte Doppelfunktionsarchitektur macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein in der medizinischen Chemie für den Aufbau von Bibliotheken aus Enzyminhibitoren, Rezeptorliganden und biologisch aktiven Heterozyklen.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
Dieses Bromacetylimidazol-Derivat wird bei der Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirkung gegen Krebs, Entzündungen und Infektionskrankheiten eingesetzt. Das reaktive Bromketon ermöglicht die nukleophile Verdrängung durch Amine unter Bildung von Aminoketonen, die weiter zu Imidazo[1,2 a]pyridinen und anderen kondensierten Heterocyclen cyclisiert werden können. Der Imidazolring kann Wasserstoffbrückenbindungen mit enzymaktiven Stellen eingehen und so zur Zielaffinität und -selektivität beitragen.
Baustein für heterozyklische Systeme
Die Verbindung dient als Vorstufe für den Aufbau kondensierter Heterocyclen wie Imidazo[1,2 a]chinoxaline, Imidazo[4,5 b]pyridine und Triazolo[4,3 a]chinoxaline durch Cyclokondensationsreaktionen. Die Bromacetylgruppe reagiert mit verschiedenen Dinucleophilen und ermöglicht so den schnellen Zugang zu stickstoffreichen Polyzyklen mit potenziellen pharmakologischen Aktivitäten, einschließlich Kinasehemmung und antimikrobieller Wirkung.
Entwicklung kovalenter Enzyminhibitoren
Die elektrophile Bromacetyl-Einheit kann kovalente Bindungen mit nukleophilen Resten (Cystein, Serin, Lysin) in aktiven Zentren von Enzymen bilden, was diese Verbindung für die Entwicklung irreversibler Inhibitoren wertvoll macht. Der Imidazolring sorgt für zusätzliche Bindungswechselwirkungen und erhöht so die Selektivität und Wirksamkeit. Solche Inhibitoren werden auf ihre Wirkung auf Proteasen, Kinasen und andere therapeutisch relevante Enzyme untersucht.
Zwischenprodukt der organischen Synthese
Als vielseitiger synthetischer Baustein nimmt diese Verbindung an verschiedenen Transformationen teil, darunter nukleophile Substitution, Palladium-katalysierte Kreuzkupplungsreaktionen und Kondensationsreaktionen. Das Brom kann durch verschiedene Nukleophile ersetzt werden, um Amin-, Thiol- oder Alkoxygruppen einzuführen, während der Imidazolring durch N-Alkylierung oder Metallkoordination weiter funktionalisiert werden kann. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese funktioneller Materialien und molekularer Sonden, bei denen die Kombination eines elektrophilen Griffs und eines metallbindenden Heterocyclus Möglichkeiten für eine kontrollierte molekulare Entwicklung bietet.
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