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Produktname |
Methyl-2-brom-6-methoxynicotinat |
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CAS-Nummer |
1009735-23-2 |
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Molekulare Formel |
C8H8BrNO3 |
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Molekulargewicht |
246.06 |
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SMILES-Code |
O=C(OC)C1=C(Br)N=C(OC)C=C1 |
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MDL-Nr. |
MFCD18257522 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als blassgelbes bis hellbraunes kristallines Pulver erhalten. Seine Summenformel lautet C8H8BrNO3, was einem Molekulargewicht von 246,06 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 82–86 Grad. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,62 g/cm³. Es ist in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Ethylacetat und Tetrahydrofuran löslich, in Methanol und Ethanol mäßig löslich und in Wasser und unpolaren Lösungsmitteln wie Hexan praktisch unlöslich. Das Molekül weist einen Pyridinring auf, der an Position 2 durch ein Bromatom, an Position 6 eine Methoxygruppe und an Position 3 einen Methylester substituiert ist. Die Esterfunktion ist anfällig für Hydrolyse unter sauren oder basischen Bedingungen, während das Bromatom einen vielseitigen Ansatzpunkt für übergangsmetallkatalysierte Kreuzkupplungsreaktionen bietet. Es wird eine Lagerung in dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behältern unter kühlen, trockenen Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, starken Säuren und starken Basen sollte vermieden werden.
Beschreibung
Methyl-2-bromo-6-methoxynicotinat ist ein tri-substituiertes Pyridinderivat, das zur Familie der Nikotinsäureester gehört. Das Molekül vereint drei verschiedene funktionelle Gruppen: ein Bromatom an der 2-Position, eine elektronenspendende Methoxygruppe an der 6-Position und einen Methylester an der 3-Position. Der Pyridinkern mit seinem elektronen-ziehenden Stickstoffatom stellt eine mäßig elektronen-arme aromatische Plattform dar, die in der Lage ist, π--Stapelungs- und Wasserstoffbrückenbindungswechselwirkungen einzugehen. Das Bromatom dient als vielseitiger elektrophiler Griff für Palladium-katalysierte Kreuzkupplungsreaktionen wie Suzuki-, Sonogashira- und Buchwald-Hartwig-Kupplungen und ermöglicht die Einführung verschiedener Aryl-, Heteroaryl- oder Aminogruppen. Der 6-Methoxy-Substituent spendet durch Resonanz Elektronendichte und beeinflusst so sowohl die elektronische Verteilung als auch die Reaktivität des Ringsystems. Der Methylester stellt ein geschütztes Carbonsäureäquivalent dar und bietet eine Stelle für eine weitere Funktionalisierung durch Hydrolyse, Umesterung oder Reduktion. Diese Kombination aus einem modifizierbaren Halogen, einer elektronenschiebenden Gruppe und einer latenten Carbonsäure auf einem privilegierten heteroaromatischen Kern macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein in der medizinischen Chemie und organischen Synthese für den Aufbau komplexerer Moleküle mit potenzieller biologischer Aktivität.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der Arzneimittelentwicklung wird dieser bromierte Pyridinester als Baustein für die Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirkung gegen Krebs, Entzündungen und Infektionskrankheiten eingesetzt. Das Bromatom ermöglicht eine Diversifizierung im Spätstadium-durch Kreuzkupplungsreaktionen und ermöglicht so die systematische Untersuchung von Struktur-Aktivitätsbeziehungen. Die Methoxygruppe kann durch elektronische und sterische Effekte die Stoffwechselstabilität und Bindungsaffinität beeinflussen, während der Ester zur Amidkupplung mit aminhaltigen Pharmakophoren zur Carbonsäure hydrolysiert werden kann. Aus diesem Gerüst hergestellte Derivate wurden als Kinaseinhibitoren und antimikrobielle Wirkstoffe untersucht.
Baustein für heterozyklische Systeme
Die Verbindung dient als Vorstufe für den Aufbau kondensierter heterocyclischer Systeme wie Pyrido[2,3-d]pyrimidine, Pyrazolo[3,4-b]pyridine und Imidazo[1,2-a]pyridine durch Cyclokondensationsreaktionen. Das Brom kann an der Kreuzkupplung beteiligt sein, um Substituenten einzuführen, die an Ringbildungsreaktionen teilnehmen, während der Ester einen Griff für die weitere Funktionalisierung bietet. Diese Ringsysteme werden auf ihre pharmakologischen Eigenschaften untersucht, wobei der starre Pyridinkern eine Konformationsbeschränkung bietet, die sich positiv auf die Zielerkennung und -selektivität auswirkt.
Zwischenprodukt für Nikotinsäurederivate
Durch Hydrolyse des Esters entsteht 2-Brom-6-methoxynicotinsäure, ein wertvoller Baustein für die Herstellung von Nikotinsäureanaloga mit potenzieller biologischer Aktivität. Diese Derivate werden auf ihre Fähigkeit untersucht, den Lipidstoffwechsel zu modulieren, als antidyslipidämische Mittel zu wirken oder als Liganden für G-Protein-gekoppelte Rezeptoren zu dienen. Das Bromatom ermöglicht eine weitere Funktionalisierung zur Optimierung der Wirksamkeit und Selektivität, während die Methoxygruppe die Stoffwechselstabilität im Vergleich zu unsubstituierter Nikotinsäure verbessern kann.
Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt Methyl-2-brom-6-methoxynicotinat an verschiedenen Transformationen teil, darunter palladiumkatalysierte Kreuzkupplungen, nukleophile aromatische Substitution (nach Aktivierung) und gerichtete Metallierungsstrategien. Das Brom kann zur weiteren Funktionalisierung durch verschiedene Nukleophile ersetzt oder in metallorganische Spezies umgewandelt werden. Der Ester kann zur Etherbildung zum entsprechenden Alkohol reduziert oder in andere funktionelle Gruppen umgewandelt werden. Die Methoxygruppe kann unter geeigneten Bedingungen selektiv demethyliert werden, um eine phenolische Hydroxylgruppe für die weitere Ausarbeitung freizulegen. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese von Naturstoffanaloga und funktionellen Materialien, bei denen der Pyridinring wünschenswerte elektronische Eigenschaften und Wasserstoffbrückenbindungseigenschaften verleiht.
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