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Produktname |
Methyl-2-hydroxy-6-methylisonicotinat |
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CAS-Nummer |
98491-78-2 |
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Molekulare Formel |
C8H9NO3 |
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Molekulargewicht |
167.16 |
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SMILES-Code |
O=C(C1=CC(O)=NC(C)=C1)OC |
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MDL-Nr. |
MFCD13188667 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver erhalten. Seine Summenformel lautet C8H9NO3, was einem Molekulargewicht von 167,16 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 158–162 Grad. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,31 g/cm³. Es ist in polaren organischen Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol und Dimethylsulfoxid löslich, in Ethylacetat und Dichlormethan mäßig löslich und in Wasser und unpolaren Lösungsmitteln wie Hexan kaum löslich. Das Molekül verfügt über einen Pyridinring mit einer Hydroxylgruppe an der 2-Position, einer Methylgruppe an der 6-Position und einem Methylester an der 4-Position. Die Hydroxylgruppe kann an Wasserstoffbrückenbindungen beteiligt sein und im tautomeren Gleichgewicht mit der entsprechenden Pyridonform vorliegen. Der Ester ist unter sauren oder basischen Bedingungen anfällig für Hydrolyse. Die Lagerung in dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behältern bei Umgebungstemperatur ist im Allgemeinen ausreichend, für längere Zeiträume werden jedoch trockene Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, starken Säuren und starken Basen sollte vermieden werden.
Beschreibung
Methyl-2-hydroxy-6-methylisonicotinat ist ein trisubstituiertes Pyridinderivat, das zur Familie der Isonicotinsäuren gehört. Das Molekül kombiniert eine phenolische Hydroxylgruppe an der 2-Position, einen Methylsubstituenten an der 6-Position und einen Methylester an der 4-Position des Pyridinrings. Die 2-Hydroxygruppe kann zur entsprechenden 2-Oxo-Form tautomerisiert werden, wodurch ein Gleichgewicht entsteht, das sowohl die Fähigkeit zur Wasserstoffbindung als auch die Fähigkeit zur Metallchelatbildung beeinflusst. Der Methylester bietet einen geschützten Carbonsäure-Angriff für die weitere Funktionalisierung durch Hydrolyse, Umesterung oder Reduktion zum entsprechenden Alkohol. Die Methylgruppe an der 6-Position führt zu hydrophobem Charakter und sterischem Einfluss und moduliert die gesamte Lipophilie und Bindungswechselwirkungen. Diese Kombination aus einem tautomerisierbaren Hydroxyl, einem modifizierbaren Ester und einem Alkylsubstituenten an einem privilegierten heteroaromatischen Kern macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein in der medizinischen Chemie und organischen Synthese für den Aufbau komplexerer Moleküle mit potenzieller biologischer Aktivität.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der Arzneimittelforschung wird dieser Hydroxypyridinester als Baustein für die Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirkung gegen Tuberkulose, Entzündungen und Stoffwechselstörungen eingesetzt. Die 2. Hydroxygruppe kann Wasserstoffbrückenbindungen mit enzymaktiven Stellen eingehen, während der Ester nach der Hydrolyse eine bequeme Amidkopplung mit aminhaltigen Pharmakophoren ermöglicht. Die Methylgruppe kann durch hydrophobe Wechselwirkungen die Stoffwechselstabilität und Bindungsaffinität beeinflussen. Derivate der Isonicotinsäure, einschließlich dieser Verbindung, sind strukturell mit Isoniazid verwandt, einem Mittel der ersten Wahl gegen Tuberkulose.
Baustein für heterozyklische Systeme
Die Verbindung dient als Vorstufe für den Aufbau kondensierter Heterozyklen wie Pyrido[2,3 d]pyrimidine, Pyrazolo[3,4 b]pyridine und Oxazolo[4,5 b]pyridine durch Cyclokondensationsreaktionen. Die Hydroxylgruppe kann alkyliert oder acyliert werden, um zusätzliche Funktionalität einzuführen, während der Ester einen Ansatzpunkt für die weitere Ausarbeitung bietet. Diese Ringsysteme werden auf ihre pharmakologischen Eigenschaften untersucht, wobei der starre Pyridinkern eine Konformationsbeschränkung bietet, die sich positiv auf die Zielerkennung auswirkt.
Ligand für Metallkomplexe
Die 2-Hydroxygruppe und der Pyridinstickstoff können an Übergangsmetalle koordinieren und Komplexe mit wohldefinierten Geometrien bilden. Das tautomere Gleichgewicht zwischen Hydroxy- und Oxoformen kann den Bindungsmodus und die Stabilität von Metallkomplexen beeinflussen. Von diesem Gerüst abgeleitete Metallkomplexe werden auf ihre katalytische Aktivität bei Oxidations- und Kreuzkupplungsreaktionen sowie auf ihr Potenzial als Modelle für aktive Zentren von Metalloenzymen untersucht, an denen Stickstoff- und Sauerstoffdonoren bei der Metallkoordination zusammenarbeiten.
Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt Methyl-2-hydroxy-6-methylisonicotinat an verschiedenen Transformationen teil, darunter O-Alkylierung, O-Acylierung und Palladium-katalysierte Kreuzkupplungsreaktionen nach Umwandlung des Hydroxyls in ein Triflat oder Halogenid. Der Ester kann zur weiteren Funktionalisierung zum entsprechenden Alkohol reduziert oder zur Amidkupplung zur Carbonsäure hydrolysiert werden. Die Methylgruppe bietet eine Stelle für die radikalische oder metallkatalysierte CH-Funktionalisierung. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese von Naturstoffanaloga und funktionellen Materialien, bei denen die Kombination eines tautomerisierbaren Hydroxyls und eines modifizierbaren Esters Möglichkeiten für eine kontrollierte molekulare Ausarbeitung bietet.
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