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Produktname |
tert-Butyl 1-oxa-4,9-diazaspiro[5.5]undecan-9-carboxylat |
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CAS-Nummer |
930785-40-3 |
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Molekulare Formel |
C13H24N2O3 |
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Molekulargewicht |
256.34 |
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SMILES-Code |
O=C(N(CC1)CCC21CNCCO2)OC(C)(C)C |
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MDL-Nr. |
MFCD11227065 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver isoliert. Seine Summenformel lautet C13H24N2O3, was einem Molekulargewicht von 256,34 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 82–86 Grad, was auf ein gut definiertes Kristallgitter hindeutet. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,14 g/cm³. Es zeigt eine gute Löslichkeit in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Tetrahydrofuran, Ethylacetat und Methanol, während es eine begrenzte Löslichkeit in Wasser und eine vernachlässigbare Affinität zu aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie Hexan zeigt. Das Molekül enthält ein spirocyclisches Gerüst mit in das Ringsystem eingebauten Sauerstoff- und Stickstoffatomen sowie eine tert-Butoxycarbonyl (Boc)-Schutzgruppe an einem der Stickstoffatome. Die Boc-Gruppe ist unter basischen Bedingungen stabil, lässt sich jedoch unter sauren Bedingungen leicht abspalten, um das freie Amin freizusetzen. Um Hydrolyse und Zersetzung zu verhindern, wird die Lagerung in einem dicht verschlossenen Behälter unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) empfohlen. Der Kontakt mit starken Säuren, starken Basen und starken Oxidationsmitteln sollte vermieden werden.
Beschreibung
Tert-Butyl 1-oxa-4,9-diazaspiro[5.5]undecan-9-carboxylat weist eine spirocyclische Architektur auf, in der ein Piperidinring und ein morpholinähnlicher Ring ein gemeinsames quartäres Kohlenstoffzentrum teilen. Der 1-Oxa-4,9-diazaspiro[5.5]undecan-Kern enthält sowohl Sauerstoff- als auch Stickstoff-Heteroatome in einem starren, dreidimensionalen Gerüst. Diese spirozyklische Anordnung erlegt Konformationsbeschränkungen auf, die ausgenutzt werden können, um Substituenten in spezifischen räumlichen Anordnungen für eine optimale Interaktion mit biologischen Zielen auszurichten. Die Boc-Gruppe am Piperidin-Stickstoff dient als Schutzgruppe, die das basische Amin während synthetischer Manipulationen maskiert, während sie unter milden sauren Bedingungen entfernbar bleibt, wenn das freie Amin benötigt wird. Die Kombination eines starren spirocyclischen Gerüsts mit einer orthogonalen Schutzgruppenstrategie macht diese Verbindung zu einem wertvollen Baustein für den Aufbau komplexer Moleküle in der medizinischen Chemie, wo Dreidimensionalität und kontrollierte Stereochemie zunehmend für die Modulation pharmakokinetischer Eigenschaften und Zielselektivität geschätzt werden.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der Arzneimittelentwicklung wird dieser spirozyklische Baustein eingesetzt, um Arzneimittelkandidaten, die auf G-Protein-gekoppelte Rezeptoren und Enzyme abzielen, Konformationsstarrheit zu verleihen. Das Spiro-Gerüst kann die Stoffwechselstabilität verbessern, indem es die Flexibilität einschränkt und die Anfälligkeit für oxidativen Stoffwechsel verringert. Das Boc-geschützte Amin ermöglicht eine Diversifizierung im Spätstadium durch Entschützung, gefolgt von Acylierung, Alkylierung oder reduktiver Aminierung zur Optimierung der pharmakologischen Eigenschaften.
Gerüst für Kinaseinhibitoren
Spirozyklische Amine werden zunehmend bei der Entwicklung von Kinaseinhibitoren eingesetzt, bei denen starre Gerüste durch den Zugriff auf einzigartige Bindungskonformationen Selektivität erreichen können. Diese Verbindung dient als Ausgangspunkt für die Konstruktion von Molekülen, die ATP--Bindungstaschen mit verbesserter dreidimensionaler Komplementarität untersuchen und so möglicherweise Resistenzmutationen in onkologischen Zielen überwinden.
Baustein für PROTACs
Aufgrund der orthogonalen Funktionalität dieses spirozyklischen Amins eignet es sich als Linkerkomponente bei der Proteolyse, die auf Chimären abzielt. Nach der Entschützung kann das freigelegte Amin an E3-Ligase-Liganden oder Zielsprengköpfe konjugiert werden, während der starre Spiro-Kern für eine definierte räumliche Trennung zwischen den beiden Bindungselementen sorgt, was möglicherweise die Abbaueffizienz und die Bildung ternärer Komplexe verbessert.
Ligandendesign für Metallkomplexe
Die Stickstoff- und Sauerstoffatome im spirocyclischen Gerüst können als Koordinationsstellen für Übergangsmetalle dienen und ermöglichen so den Aufbau chiraler Metallkomplexe für die asymmetrische Katalyse. Die starre Architektur verleiht den resultierenden Komplexen klar definierte Geometrien, die die Enantioselektivität bei Transformationen wie Hydrierungen, Epoxidierungen und Kreuzkupplungsreaktionen beeinflussen können.
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