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Produktname |
3-((2-Aminoethyl)amino)propan-1-ol |
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CAS-Nummer |
56344-32-2 |
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Molekulare Formel |
C5H14N2O |
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Molekulargewicht |
118.18 |
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SMILES-Code |
NCCNCCCO |
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MDL-Nr. |
MFCD00059848 |
Chemische Eigenschaften
Diese Substanz liegt bei Umgebungstemperatur typischerweise als farblose bis blassgelbe viskose Flüssigkeit vor und weist einen schwachen aminähnlichen Geruch auf. Seine Summenformel lautet C5H14N2O, was einem Molekulargewicht von 118,18 entspricht. Der Siedepunkt liegt bei Atmosphärendruck bei etwa 235–240 Grad, mit einer berechneten Dichte von etwa 1,01 g/cm³ bei 20 Grad. Es ist vollständig mit Wasser und polaren organischen Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol und Dimethylsulfoxid mischbar, zeigt jedoch eine begrenzte Löslichkeit in unpolaren Lösungsmitteln wie Diethylether und Hexan. Das Molekül enthält zwei Amingruppen (eine primäre und eine sekundäre) und einen primären Alkohol, wodurch es sehr hydrophil ist und mehrere Wasserstoffbrückenbindungen eingehen kann. Es ist hygroskopisch und kann Kohlendioxid aus der Luft absorbieren und Carbamatsalze bilden. Um die Reinheit zu gewährleisten, wird die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, Säurechloriden und Isocyanaten sollte vermieden werden.
Beschreibung
3-((2-Aminoethyl)amino)propan-1-ol ist ein lineares aliphatisches Molekül mit einem Propylalkohol-Rückgrat und einem Ethylendiaminfragment an der 3-Position. Diese Struktur vereint drei funktionelle Gruppen: ein primäres Amin an einem Ende, ein sekundäres Amin innerhalb der Kette und einen primären Alkohol am gegenüberliegenden Ende. Der Ethylen-Abstandhalter zwischen den beiden Stickstoffatomen erzeugt ein flexibles Diaminmotiv, das Metallionen chelatisieren oder an Wasserstoffbrückennetzwerken teilnehmen kann. Die Hydroxylgruppe sorgt für zusätzliche Hydrophilie und eine Stelle für eine weitere Derivatisierung durch Veresterung oder Etherbildung. Diese trifunktionale Architektur macht die Verbindung zu einem vielseitigen Zwischenprodukt für den Aufbau komplexerer Moleküle, bei denen die Amine einer Alkylierung oder Acylierung unterzogen werden können, während der Alkohol für orthogonale Transformationen verfügbar bleibt. Sein amphiphiler Charakter und seine Fähigkeit zur Metallbindung begründen seinen Nutzen in verschiedenen chemischen Disziplinen.
Verwendungsmöglichkeiten
Chelatbildner und Metallkomplexierung
Die Diamineinheit ermöglicht es dieser Verbindung, als zweizähniger Ligand für Übergangsmetalle zu fungieren und stabile Chelatkomplexe mit Kupfer-, Nickel- und Zinkionen zu bilden. Diese Komplexe werden auf ihre katalytische Aktivität bei Oxidations- und Hydrolysereaktionen sowie auf ihr Potenzial als MRT-Kontrastmittel untersucht. Die Hydroxylgruppe kann die Metallkoordination weiter stabilisieren oder als Ankerpunkt für die Immobilisierung auf festen Trägern dienen.
Epoxidharz-Härter
Die Kombination aus primären und sekundären Aminen macht diese Verbindung zu einem wirksamen Härter für Epoxidharze. Es beteiligt sich an Ringöffnungsreaktionen mit Epoxidgruppen und bildet vernetzte Netzwerke mit maßgeschneiderten mechanischen und thermischen Eigenschaften. Die flexible Propylalkoholkette trägt zur Zähigkeit und Schlagfestigkeit bei und eignet sich daher für Beschichtungen, Klebstoffe und Verbundmaterialien.
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der medizinischen Chemie dient dieses Polyamin als Baustein für die Synthese von Verbindungen mit antimikrobieller und krebshemmender Wirkung. Polyaminmotive werden von zellulären Transportern erkannt und ermöglichen so die selektive Aufnahme in sich schnell teilende Zellen. Derivate dieses Gerüsts werden als Vektoren für die Genübertragung und als Komponenten niedermolekularer Therapeutika untersucht, die auf den Polyaminstoffwechsel in Tumoren abzielen.
Tensid- und Emulgatorvorläufer
Die amphiphile Natur dieser Verbindung mit ihren polaren Amin- und Alkoholkopfgruppen und dem hydrophoben Ethylen/Propylen-Rückgrat macht sie wertvoll für die Herstellung nicht{0}}ionischer Tenside. Durch Reaktion mit Fettsäuren entstehen Amidoamin- oder Esterderivate, die emulgierende, benetzende und dispergierende Eigenschaften für Anwendungen in Kosmetika, Waschmitteln und industriellen Formulierungen aufweisen.
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