Tert-Butyl (2-(2-bromethoxy)ethyl)carbamat

Tert-Butyl (2-(2-bromethoxy)ethyl)carbamat

CAS-Nummer: 164332-88-1
Summenformel: C9H18BrNO3
Molekulargewicht: 268,15
SMILES-Code: O=C(OC(C)(C)C)NCCOCCBr

Produkteinführung

Produktname

tert-Butyl (2-(2-bromethoxy)ethyl)carbamat

CAS-Nummer

164332-88-1

Molekulare Formel

C9H18BrNO3

Molekulargewicht

268.15

SMILES-Code

O=C(OC(C)(C)C)NCCOCCBr

MDL-Nr.

MFCD24167474

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Substanz fällt bei Umgebungstemperatur typischerweise als farblose bis blassgelbe viskose Flüssigkeit an und weist einen schwachen Aminester--ähnlichen Geruch auf. Seine Summenformel lautet C9H18BrNO3, was einem Molekulargewicht von 268,15 entspricht. Der Siedepunkt liegt bei etwa 135–140 Grad bei reduziertem Druck (0,5 mmHg), mit einer berechneten Dichte von etwa 1,28 g/cm³ bei 20 Grad. Es ist mit gängigen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Tetrahydrofuran, Ethylacetat und Methanol frei mischbar, weist jedoch eine begrenzte Löslichkeit in Wasser und eine vernachlässigbare Affinität zu aliphatischen Kohlenwasserstoffen auf. Das Molekül enthält ein labiles primäres Bromatom am Ende einer Ethoxyethylkette und ein tert-Butoxycarbonyl (Boc)-geschütztes Amin. Die Boc-Gruppe ist unter basischen Bedingungen stabil, lässt sich jedoch unter sauren Bedingungen leicht abspalten, um das freie primäre Amin freizusetzen. Um Hydrolyse und Zersetzung zu verhindern, wird die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) empfohlen. Der Kontakt mit starken Basen, starken Nukleophilen und Säuren sollte mit geeigneten Laborvorkehrungen gehandhabt werden.

 

Beschreibung

 

tert-Butyl (2-(2-bromethoxy)ethyl)carbamat besteht aus einem linearen Ethylenoxy-Spacer, der an einem Ende durch ein primäres Bromatom und am anderen Ende durch ein Boc-geschütztes Amin abgeschlossen ist. Diese bifunktionelle Architektur kombiniert ein elektrophiles Alkylhalogenid mit einem maskierten Amin in einem flexiblen hydrophilen Gerüst. Die Boc-Schutzgruppe schützt das Amin vor vorzeitigen Reaktionen und bleibt unter milden sauren Bedingungen leicht entfernbar, um die freie Aminofunktionalität freizulegen. Die beiden Etherbindungen innerhalb des Spacers verleihen Hydrophilie und Konformationsflexibilität und ermöglichen es dem Molekül, als solubilisierendes Bindeglied in Biokonjugationsanwendungen zu dienen. Das primäre Bromid bietet einen vielseitigen Ansatzpunkt für die nukleophile Substitution mit Aminen, Alkoxiden, Thiolen und Kohlenstoffnukleophilen und ermöglicht die Einführung verschiedener funktioneller Gruppen. Diese Kombination orthogonaler reaktiver Zentren macht die Verbindung zu einem unschätzbar wertvollen Baustein für den Aufbau komplexer Moleküle in der pharmazeutischen Forschung und chemischen Biologie.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Biokonjugation und Linkerchemie
Dieser heterobifunktionale Linker wird häufig zur Anbindung therapeutischer Nutzlasten an Antikörper, Peptide und andere Biomoleküle eingesetzt. Das Bromid kann durch Thiolgruppen an Cysteinresten nukleophil verdrängt werden, um stabile Thioetherbindungen zu bilden, während das Boc--geschützte Amin entschützt und an aktivierte Carbonsäuren auf Arzneimitteln oder Erkennungsmarkierungen gekoppelt werden kann. Der flexible Ethylenoxy-Abstandhalter verringert die sterische Hinderung und verbessert die Wasserlöslichkeit der resultierenden Konjugate, was ihn für die Entwicklung von Antikörper--Wirkstoffkonjugaten wertvoll macht.

 

Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der medizinischen Chemie dient diese Verbindung als Baustein für die Synthese von Prodrugs und gezielten Therapeutika. Das Boc-geschützte Amin ermöglicht den Einbau in Peptidsequenzen durch Festphasensynthese, während das Bromid die Anbindung hydrophober Arzneimittelkerne ermöglicht. Nach der Schutzgruppenentfernung kann das freie Amin weiter funktionalisiert werden, um die pharmakokinetischen Eigenschaften zu modulieren oder Targeting-Einheiten einzuführen.

 

Oberflächenfunktionalisierung
Das Molekül wird zur Modifizierung von Oberflächen mit amin{0}reaktiven Gruppen für die Biosensorentwicklung und materialwissenschaftliche Anwendungen eingesetzt. Das Bromid kann den Linker an nukleophilen Oberflächen wie thioliertem Gold oder amin-funktionalisiertem Siliciumdioxid verankern, während das Boc-geschützte Amin für die anschließende Entschützung und Konjugation mit Biomolekülen verfügbar bleibt. Diese Strategie ermöglicht die kontrollierte Immobilisierung von Proteinen, Nukleinsäuren und Kohlenhydraten auf festen Trägern.

 

Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt tert-Butyl-(2-(2-bromethoxy)ethyl)carbamat an verschiedenen Transformationen teil, einschließlich der nukleophilen Substitution mit Sauerstoff-, Stickstoff- und Schwefel-Nukleophilen, um Bibliotheken funktionalisierter Amine zu erzeugen. Das Bromid kann für Kreuzkupplungsreaktionen in metallorganische Reagenzien umgewandelt werden, während die Boc-Gruppe einen orthogonalen Schutz bietet, der mit einer Vielzahl von Reaktionsbedingungen kompatibel ist. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese von Polyamingerüsten, makrozyklischen Liganden und hydrophilen Spacern für die Arzneimittelentwicklung und Materialchemie.

 

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