Tetramethylpyromellitat

Tetramethylpyromellitat

CAS-Nummer: 635-10-9

Produkteinführung
Produktname Tetramethylpyromellitat
CAS-Nummer 635-10-9

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Substanz wird typischerweise als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver mit einem schwachen esterähnlichen Aroma erhalten. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 140–144 Grad und spiegelt ein gut definiertes Kristallgitter wider. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,35 g/cm³, mit einer Summenformel von C14H14O8 und einem Molekulargewicht von 310,26. Es zeigt eine gute Löslichkeit in polaren organischen Lösungsmitteln wie Aceton, Ethylacetat, Tetrahydrofuran und Dimethylsulfoxid, während es in Methanol und Ethanol eine mäßige Löslichkeit und in Wasser und aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie Hexan eine vernachlässigbare Löslichkeit zeigt. Die vier Esterfunktionen machen die Verbindung unter stark sauren oder basischen Bedingungen hydrolyseempfindlich und ergeben die entsprechende Pyromellitsäure. Die Lagerung in einem dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behälter bei Umgebungstemperatur ist im Allgemeinen ausreichend. Bei längerer Lagerung werden jedoch trockene Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Basen, starken Säuren und Reduktionsmitteln wie Lithiumaluminiumhydrid sollte mit geeigneten Laborvorkehrungen gehandhabt werden.

 

Beschreibung

 

Tetramethylpyromellit, auch bekannt als Tetramethyl-1,2,4,5-benzoltetracarboxylat, ist das vollständig methylierte Esterderivat der Pyromellitsäure. Das Molekül verfügt über einen zentralen Benzolring, der an den Positionen 1,2,4,5 symmetrisch mit vier Carboxylatmethylestergruppen substituiert ist, wodurch ein hochfunktionalisierter aromatischer Kern mit C₂v-Symmetrie entsteht. Diese dichte Anordnung von Esterfunktionen um den planaren aromatischen Kern erzeugt ein starres Gerüst mit orthogonalen reaktiven Griffen, die in genau definierte Richtungen nach außen zeigen. Die elektronenziehende Natur der Estergruppen verringert die Elektronendichte des aromatischen Rings erheblich, aktiviert ihn für nukleophile Angriffe und beeinflusst seine spektroskopischen Eigenschaften. Jeder Ester dient als geschütztes Carbonsäureäquivalent, das unter kontrollierten Bedingungen selektiv demaskiert werden kann, was den schrittweisen Aufbau komplexerer Architekturen ermöglicht. Dieses kompakte und dennoch multifunktionale Benzolderivat dient als grundlegender Baustein für die Synthese von Polymeren, Koordinationsnetzwerken und organischen Materialien, bei denen eine präzise räumliche Anordnung funktioneller Gruppen unerlässlich ist.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Polymersynthese und Materialwissenschaft
In der Polymerchemie wird diese Verbindung häufig als Monomer zur Herstellung von Hochleistungspolyimiden und Polyesterimiden durch Kondensation mit Diaminen oder Diolen eingesetzt. Die resultierenden Polymere weisen eine außergewöhnliche thermische Stabilität, mechanische Festigkeit und chemische Beständigkeit auf, was sie für Komponenten in der Luft- und Raumfahrt, flexible gedruckte Schaltkreise und Gastrennmembranen wertvoll macht. Der Tetramethylester ermöglicht eine kontrollierte Polymerisationskinetik und kann vor der thermischen Imidisierung in Lösung verarbeitet werden.


Koordinationschemie und metall-organische Gerüste
Durch Hydrolyse der Estergruppen entsteht Pyromellitsäure, ein tetratopischer Carboxylat-Linker, der häufig beim Aufbau metallorganischer Gerüste mit unterschiedlichen Topologien verwendet wird. Diese Gerüste werden für die Wasserstoffspeicherung, Kohlenstoffabscheidung und heterogene Katalyse untersucht. Die Esterform ermöglicht die In-situ-Erzeugung des Linkers unter solvothermalen Bedingungen und beeinflusst so die Kristallkeimbildung und das Kristallwachstum. Metallkomplexe teilweise hydrolysierter Derivate dienen auch als Modelle zum Verständnis von Elektronentransferprozessen in mehrkernigen Systemen.


Baustein für die organische Synthese
Als multifunktionales aromatisches Substrat nimmt diese Verbindung an selektiven Transformationen teil, bei denen eine oder mehrere Estergruppen modifiziert werden, während andere intakt bleiben. Es dient als Ausgangspunkt für die Synthese unsymmetrisch substituierter Benzolderivate durch partielle Hydrolyse und anschließende Umwandlung funktioneller Gruppen. Der elektronenarme aromatische Ring unterliegt unter geeigneten Bedingungen einer nukleophilen aromatischen Substitution, die die Einführung von Amino-, Thiol- oder Alkoxysubstituenten zum Aufbau verschiedener Verbindungsbibliotheken ermöglicht.


Vernetzungsmittel und Oberflächenmodifikation
Die tetrafunktionelle Natur von Tetramethylpyromellitat macht es zu einem wertvollen Vernetzungsmittel in Epoxidharzen, Beschichtungen und Klebstoffen, wo es die thermischen und mechanischen Eigenschaften durch die Bildung hochverzweigter Netzwerke verbessert. Seine Estergruppen können unter milden Bedingungen mit Aminen oder Alkoholen reagieren, um Amid- oder Esterbindungen zu bilden, was die Oberflächenfunktionalisierung von Nanopartikeln, Polymeren und Materialien auf Zellulosebasis ermöglicht und so die Kompatibilität und Leistung in Verbundanwendungen verbessert.

 

Beliebte label: Tetramethylpyromellitat, China Tetramethylpyromellit Hersteller, Lieferanten, 2,5-Dimethoxy-1,1,4,1-Terphenyl-4,4-Dicarbaldehyd, 2,5-Dimethyl-1,1,4,1-Terphenyl-4,4-Dicarbaldehyd, 474974-24-8, 857412-04-5, aromatischer Ring, O CC1 CC C C2 C OCCCCCC CC C3 CC CCOC C3 C OCCCCCC C2 C C1

Anfrage senden

whatsapp

Telefon

E-Mail

Anfrage

Tasche