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Produktname |
Methyl-5-fluor-6-methylnicotinat |
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CAS-Nummer |
1253383-91-3 |
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Molekulare Formel |
C8H8FNO2 |
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Molekulargewicht |
169.15 |
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SMILES-Code |
O=C(OC)C1=CN=C(C)C(F)=C1 |
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MDL-Nr. |
MFCD18803129 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver erhalten. Seine Summenformel lautet C8H8FNO2, was einem Molekulargewicht von 169,15 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 62–66 Grad. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,23 g/cm³. Es ist in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Ethylacetat, Methanol und Tetrahydrofuran löslich, weist jedoch eine begrenzte Löslichkeit in Wasser und eine vernachlässigbare Löslichkeit in aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie Hexan auf. Das Molekül besteht aus einem Pyridinring mit einem Fluoratom an der 5-Position, einer Methylgruppe an der 6-Position und einem Methylester an der 3-Position. Die Esterfunktionalität ist unter sauren oder basischen Bedingungen anfällig für Hydrolyse, während das Fluoratom zum elektronenarmen Charakter des Pyridinrings beiträgt. Es wird eine Lagerung in dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behältern unter kühlen, trockenen Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, starken Säuren und starken Basen sollte vermieden werden.
Beschreibung
Methyl-5-fluor-6-methylnicotinat ist ein trisubstituiertes Pyridinderivat, das zur Familie der Nikotinsäureester gehört. Das Molekül vereint drei verschiedene funktionelle Gruppen: ein Fluoratom an der 5-Position, eine Methylgruppe an der 6-Position und einen Methylester an der 3-Position des Pyridinrings. Der Pyridinkern mit seinem elektronenziehenden Stickstoffatom stellt eine mäßig elektronenarme aromatische Plattform dar, die in der Lage ist, π-Stapelungs- und Wasserstoffbrückenbindungswechselwirkungen einzugehen. Das Fluoratom führt durch induktive Effekte zu einem starken elektronenziehenden Charakter und verbessert gleichzeitig die Stoffwechselstabilität und Lipophilie. Die Methylgruppe trägt zum hydrophoben Charakter und sterischen Einfluss bei und moduliert die gesamte Lipophilie und Bindungswechselwirkungen. Der Methylester dient als geschütztes Carbonsäureäquivalent und bietet einen vielseitigen Ansatzpunkt für die weitere Funktionalisierung durch Hydrolyse, Umesterung oder Reduktion zum entsprechenden Alkohol. Diese Kombination aus einem modifizierbaren Ester, einem Fluoratom und einem Alkylsubstituenten an einem privilegierten heteroaromatischen Kern macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein in der medizinischen Chemie und organischen Synthese für den Aufbau komplexerer Moleküle mit potenzieller biologischer Aktivität.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der Arzneimittelforschung wird dieser fluorierte Pyridinester als Baustein für die Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirkung gegen neurologische Störungen, Entzündungen und Krebs eingesetzt. Die Estergruppe kann zur Amidkupplung mit aminhaltigen Pharmakophoren zur Carbonsäure hydrolysiert werden, was die schnelle Erstellung von Bibliotheken für Struktur-Aktivitäts-Beziehungsstudien ermöglicht. Das Fluoratom erhöht die Stoffwechselstabilität und kann die Membranpermeabilität durch erhöhte Lipophilie verbessern, während die Methylgruppe zu hydrophoben Wechselwirkungen mit biologischen Zielen beiträgt. Aus diesem Gerüst hergestellte Derivate wurden als Liganden für G-Protein-gekoppelte Rezeptoren und Enzyminhibitoren untersucht.
Baustein für heterozyklische Systeme
Die Verbindung dient als Vorstufe für den Aufbau kondensierter heterocyclischer Systeme wie Pyrido[2,3 d]pyrimidine, Pyrazolo[3,4 b]pyridine und Imidazo[1,2 a]pyridine durch Cyclokondensationsreaktionen. Das Fluoratom kann die Regiochemie dieser Cyclisierungen beeinflussen und beibehalten werden, um die elektronischen Eigenschaften der resultierenden Heterocyclen zu modulieren. Die Methylgruppe stellt eine zusätzliche Stelle für die Funktionalisierung durch radikalische oder metallkatalysierte CH-Aktivierung dar und ermöglicht den Aufbau von Bibliotheken polysubstituierter Pyridinderivate für das pharmazeutische Screening.
Zwischenprodukt für Nikotinsäureanaloga
Durch Hydrolyse des Esters entsteht 5-Fluor-6-methylnikotinsäure, ein wertvoller Baustein zur Herstellung von Nikotinsäureanaloga mit potenzieller biologischer Aktivität. Diese Derivate werden auf ihre Fähigkeit untersucht, den Lipidstoffwechsel zu modulieren, als antidyslipidämische Mittel zu wirken oder als Liganden für G-Protein-gekoppelte Rezeptoren zu dienen. Das Fluoratom kann durch elektronische Effekte die Bindungsaffinität steigern und die Stoffwechselstabilität im Vergleich zu unsubstituierter Nikotinsäure verbessern, während die Methylgruppe zu optimalen hydrophoben Wechselwirkungen beiträgt.
Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt Methyl-5-fluor-6-methylnicotinat an verschiedenen Umwandlungen teil, darunter palladiumkatalysierte Kreuzkupplungsreaktionen (nach Umwandlung in das entsprechende Halogenid oder Triflat), nukleophile aromatische Substitution (unter erzwungenen Bedingungen) und gerichtete Metallierungsstrategien. Der Ester kann zur Etherbildung zum entsprechenden Alkohol reduziert oder in andere funktionelle Gruppen umgewandelt werden. Das Fluoratom kann als dirigierende Gruppe für die ortho-Funktionalisierung dienen oder unter geeigneten Bedingungen verdrängt werden, um zusätzliche Diversität einzuführen. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese von Naturstoffanalogen und funktionellen Materialien, bei denen die Kombination eines fluorierten Pyridinkerns und eines modifizierbaren Esters Möglichkeiten für eine kontrollierte molekulare Ausarbeitung bietet.
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