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Produktname |
2,6-Pyridindicarboxaldehyd |
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CAS-Nummer |
5431-44-7 |
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Molekulare Formel |
C7H5NO2 |
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Molekulargewicht |
135.12 |
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SMILES-Code |
O=CC1=NC(C=O)=CC=C1 |
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MDL-Nr. |
MFCD00010103 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird normalerweise als hellgelbes bis beiges kristallines Pulver mit einem schwachen aromatischen Aldehydgeruch erhalten. Seine Summenformel lautet C7H5NO2, was einem Molekulargewicht von 135,12 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Bereich von 123–125 Grad, was auf ein konsistentes Kristallgitter hinweist. Die berechnete Dichte beträgt bei Raumtemperatur etwa 1,33 g/cm³. Es löst sich leicht in polaren aprotischen Lösungsmitteln wie Dimethylsulfoxid, N,N-Dimethylformamid und Aceton und zeigt eine mäßige Löslichkeit in Alkoholen und chlorierten Lösungsmitteln, während es in Wasser schwer löslich und in aliphatischen Kohlenwasserstoffen unlöslich ist. Die beiden Aldehydgruppen sind an der Luft, insbesondere unter Licht, anfällig für Oxidation und können mit primären Aminen kondensieren. Um die Reinheit zu bewahren, wird dringend empfohlen, es in Braunglas unter inerter Atmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) aufzubewahren. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln und starken Basen sollte vermieden werden.
Beschreibung
2,6-Pyridindicarboxaldehyd weist einen Pyridinring auf, der an der 2- und 6-Position symmetrisch mit Formylgruppen substituiert ist. Durch diese Anordnung werden beide Aldehydfunktionen in unmittelbarer Nähe zum Ringstickstoff platziert, wodurch eine konvergente Chelatbildungsstelle für Metallionen entsteht. Die elektronenziehende Wirkung des Pyridinstickstoffs polarisiert die Carbonylkohlenstoffe und macht sie elektrophiler als die in Benzaldehydderivaten. Das Molekül liegt überwiegend in der transoiden Konformation um den Ring vor, aber beide Aldehyde können rotieren, um an kooperativen Wechselwirkungen teilzunehmen. Seine kompakte, planare Struktur in Kombination mit zwei reaktiven Stellen macht es zu einem idealen Baustein für den Aufbau von Makrozyklen, Schiff-Base-Liganden und erweiterten konjugierten Systemen.
Verwendungsmöglichkeiten
Koordinationschemie und Katalyse
Durch die Gegenüberstellung zweier Aldehydgruppen und eines Ringstickstoffs entsteht nach der Kondensation mit Aminen ein dreizähniges Ligandengerüst, wodurch Komplexe vom Salen{0}}-Typ entstehen. Diese Metallkomplexe werden umfassend auf ihre katalytische Aktivität in asymmetrischen Epoxidierungs-, Hydrolyse- und Oxidationsreaktionen untersucht. Der starre Pyridinkern verleiht eine gut definierte Geometrie und ermöglicht eine hohe Stereoselektivität bei Transformationen, die für die Feinchemiesynthese relevant sind.
Supramolekulare und makrozyklische Synthese
Dieser Dialdehyd ist eine Schlüsselkomponente beim Aufbau kovalenter Käfige, Kryptanden und makrocyclischer Schiff-Basen. Durch Kondensation mit Polyaminen unter Bedingungen hoher -Verdünnung entstehen [2+2]- oder [3+3]-Makrozyklen, die Gastmoleküle einkapseln können. Solche Wirte werden für die molekulare Erkennung und Wahrnehmung sowie als Vorläufer für mechanisch ineinandergreifende Architekturen erforscht.
Biokonjugation und Vernetzung
In der chemischen Biologie dient die Verbindung als homobifunktioneller Vernetzer für Proteine und Nukleinsäuren. Die beiden Aldehydgruppen reagieren mit Lysin-ε--Aminogruppen unter Bildung von Iminbindungen, die durch Reduktion stabilisiert werden können. Dies ermöglicht die Herstellung von Proteinkonjugaten, Enzymdimeren und stabilisierten Antikörper--Wirkstoffkonjugaten für therapeutische Anwendungen.
Materialwissenschaft und Optoelektronik
Der Einbau von 2,6-Pyridindicarboxaldehyd in konjugierte Polymere über Knoevenagel- oder McMurry-Reaktionen führt zu Materialien mit einstellbaren Bandlücken und Elektronen--Transporteigenschaften. Diese Polymere werden in organischen Leuchtdioden und Photovoltaikzellen evaluiert, wobei die Pyridineinheit an Metallionen koordinieren kann, um die Geräteleistung zu modulieren. Die Aldehydgruppen ermöglichen auch eine Nachfunktionalisierung zur Verankerung von Farbstoffen oder Katalysatoren auf Oberflächen.
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