| Produktname | 7-Brom-2,4-dichlor-6,8-difluorchinazolin |
| CAS-Nummer | 2248318-27-4 |
Chemische Eigenschaften
Diese Substanz liegt als blassgelbes bis hellbeiges kristallines Pulver mit einem schwachen, undeutlichen Geruch vor. Sein Schmelzpunkt liegt typischerweise im Bereich von 182–187 Grad, wobei kurz nach der Verflüssigung eine sichtbare Zersetzung einsetzen kann. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,95 g/cm³. Es löst sich leicht in aprotischen organischen Medien wie Tetrahydrofuran, Dimethylsulfoxid und N,N-Dimethylformamid, während es in chlorierten Lösungsmitteln wie Dichlormethan eine mäßige Löslichkeit und eine vernachlässigbare Affinität zu Wasser oder aliphatischen Kohlenwasserstoffen aufweist. Der stark elektronenarme heteroaromatische Kern macht das Molekül resistent gegen oxidativen Abbau, aber anfällig für nukleophile Angriffe an Positionen, die durch benachbarte Halogene aktiviert werden. Die Lagerung in einem dicht verschlossenen, vor Licht geschützten Gefäß bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) wird empfohlen, um eine allmähliche Oberflächenhydrolyse bei längerem Stehen zu verhindern. Der Kontakt mit starken Nukleophilen, Alkalimetallalkoxiden oder Reduktionsmitteln wie Lithiumaluminiumhydrid sollte vermieden werden, um die strukturelle Integrität zu bewahren.
Beschreibung
7-Brom-2,4-dichlor-6,8-difluorchinazolin stellt ein außergewöhnlich halogeniertes Chinazolingerüst dar, in dem vier verschiedene Halogenatome strategisch um den bicyclischen Kern positioniert sind. Das Molekül integriert ein Bromatom an der 7-Position, Chlorsubstituenten an den 2- und 4-Positionen und Fluoratome an den 6- und 8-Positionen und erzeugt so ein stark π-defizitäres aromatisches System mit orthogonalen reaktiven Stellen. Dieses dichte Halogenierungsmuster erzeugt eine charakteristische elektronische Landschaft, in der jede Kohlenstoff-Halogen-Bindung eine unterschiedliche Reaktivität gegenüber oxidativer Addition und nukleophiler Verdrängung aufweist. Der Chinazolinkern selbst stellt ein privilegiertes heterocyclisches Gerüst dar, das weithin für seine Präsenz in biologisch aktiven Verbindungen anerkannt ist, und der Einbau mehrerer Halogene verstärkt sein Potenzial für die Beteiligung an Halogenbindungswechselwirkungen mit Proteinzielen. Das Fehlen von Wasserstoffbrückendonoren und die vororganisierte Anordnung von Halogenakzeptoren machen dieses Molekül besonders geeignet für die Teilnahme an präzisen molekularen Erkennungsereignissen.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutische Synthese
Bei der Entwicklung therapeutischer Wirkstoffe fungiert dieses halogenierte Chinazolin als zentrales Zwischenprodukt für den Aufbau von Kinase-{0}zielgerichteten Arzneimittelkandidaten und epigenetischen Modulatorbibliotheken. Die unterschiedliche Reaktivität der Brom- gegenüber Chloratomen ermöglicht aufeinanderfolgende Kreuzkupplungsvorgänge, die die präzise Einführung von Aryl-, Heteroaryl- oder Aminsubstituenten an bestimmten Positionen ermöglichen. Die eingebetteten Fluoratome tragen zu einer verbesserten Stoffwechselstabilität und Membranpermeabilität in den endgültigen Arzneimittelkonstrukten bei, während das starre Gerüst die Konformationskontrolle aufrechterhält, die für die Zielselektivität in onkologischen und immunologischen Anwendungen unerlässlich ist.
Agrochemische Entdeckung
Im Rahmen von Innovationen im Pflanzenschutz dient diese Verbindung als Grundbaustein für die Entwicklung von Fungiziden und Insektiziden der nächsten-Generation mit neuartigen Wirkmechanismen. Der elektronenarme heteroaromatische Kern erleichtert die Bindung an Häm-abhängige Enzyme und Cytochrom-P450-Isoformen in phytopathogenen Organismen. Die strategische Manipulation der Halogensubstituenten durch Palladium-katalysierte Arylierung erzeugt Bibliotheken von Kandidaten, die für ihre Wirksamkeit gegen resistente Pilzstämme optimiert sind und gleichzeitig günstige ökotoxikologische Profile beibehalten.
Entwicklung funktionaler Materialien
Die besondere elektronische Architektur dieses Chinazolinderivats macht es wertvoll für die Entwicklung organischer Halbleiter und Ladungstransportmaterialien. Seine starke Elektronenaffinität und planare Geometrie ermöglichen den Einbau in n-Typ-Materialien für organische Feldeffekttransistoren und Photovoltaikgeräte. Die mehreren Halogenatome erleichtern auch die Kristallkonstruktion durch Halogenbindung und ermöglichen so den Aufbau supramolekularer Gerüste mit maßgeschneiderten optischen und elektronischen Eigenschaften für sensorische und optoelektronische Anwendungen.
Erforschung synthetischer Methoden
Als reich funktionalisiertes heteroaromatisches Substrat bietet diese Verbindung ein Testfeld für die Entwicklung neuer Transformationen in der Organohalogenchemie. Es beteiligt sich an chemoselektiven Kreuzkupplungsreaktionen, bei denen das Bromatom bevorzugt eine oxidative Addition gegenüber Chlor eingeht, was sequentielle Funktionalisierungsprotokolle ermöglicht. Das Molekül dient auch als Plattform für die Untersuchung der nukleophilen aromatischen Substitution unter milden Bedingungen, der C-H-Aktivierung neben Halogensubstituenten und übergangsmetallfreien Kopplungsprozessen und trägt so zur Erweiterung der verfügbaren Synthesewerkzeuge für den Aufbau komplexer Moleküle bei.
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