| Produktname | 4-Chlorpyridin-1-oxid |
| CAS-Nummer | 1121-76-2 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als kristalliner Feststoff isoliert, dessen Aussehen von weiß bis blassgelb reicht. Seine Summenformel lautet C5H4ClNO, was einem Molekulargewicht von 129,54 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 148–152 Grad, was ein klar definiertes Kristallgitter widerspiegelt. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,43 g/cm³. Es zeigt eine gute Löslichkeit in polaren organischen Lösungsmitteln, einschließlich Methanol, Ethanol, Aceton und Dimethylsulfoxid, während es aufgrund der polaren N--Oxid-Funktionalität eine mäßige Löslichkeit in Wasser und eine begrenzte Löslichkeit in nicht-polaren Lösungsmitteln wie Hexan zeigt. Das Molekül enthält einen Pyridinring mit einem Chloratom an der 4--Position und einer N--Oxidgruppe an der 1-Position. Die N-Oxid-Einheit verändert die elektronischen Eigenschaften des Pyridinrings erheblich, erhöht seine Elektronendichte und aktiviert ihn für die elektrophile Substitution. Die Lagerung in dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behältern bei Umgebungstemperatur ist im Allgemeinen ausreichend, bei längerer Lagerung werden jedoch trockene Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Reduktionsmitteln und starken Säuren sollte vermieden werden.
Beschreibung
4-Chlopyridin-1-oxid ist ein funktionalisiertes Pyridinderivat, das sowohl einen Chlorsubstituenten an der 4--Position als auch eine N--Oxidfunktionalität aufweist. Die N--Oxidgruppe führt eine polarisierte N-O-Bindung mit einer formal positiven Ladung am Stickstoff und einer negativen Ladung am Sauerstoff ein und erzeugt so einen Dipol, der die elektronische Verteilung und Reaktivität des Moleküls erheblich beeinflusst. Diese Modifikation macht den Pyridinring im Vergleich zum Ausgangspyridin elektronenreicher und aktiviert ihn für die elektrophile aromatische Substitution an bestimmten Positionen. Das Chloratom an der 4--Position bietet einen vielseitigen Ansatzpunkt für nukleophile Verdrängungs- oder Kreuz--Kupplungsreaktionen, wobei seine Reaktivität durch die elektronenschiebende Wirkung des N-Oxids moduliert wird. Aufgrund der polaren N-Oxid-Funktionalität weist die Verbindung im Vergleich zu halogenierten Pyridinen eine verbesserte Wasserlöslichkeit auf. Diese Kombination aus einem reaktiven Halogen und einer polarisierten N-Oxidgruppe auf einem kompakten heteroaromatischen Gerüst macht die Verbindung zu einem wertvollen Zwischenprodukt in der organischen Synthese und ermöglicht selektive Transformationen, die mit einfachen Pyridinderivaten nicht zugänglich sind.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
Dieses N-oxid-Derivat wird bei der Synthese von entzündungshemmenden und antimikrobiellen Wirkstoffen eingesetzt. Die N--Oxidgruppe kann als Prodrug-Einheit dienen und in vivo einer enzymatischen Reduktion unterzogen werden, um das aktive Pyridin- enthaltende Pharmakophor freizusetzen. Das Chloratom ermöglicht eine weitere Funktionalisierung durch nukleophile Substitution oder Kreuzkupplungsreaktionen zur Einführung verschiedener Substituenten zur Optimierung der biologischen Aktivität.
Baustein für die heterozyklische Synthese
Der aktivierte Pyridinring erfährt eine elektrophile Substitution an den Positionen ortho und para zum N--Oxid, was die Einführung von Nitro, Halogen und anderen Substituenten mit regiochemischer Kontrolle ermöglicht. Die anschließende Reduktion des N--Oxids kann das Ausgangspyridin freilegen und so den Zugang zu polysubstituierten Pyridinen ermöglichen, die mit anderen Methoden nur schwer herzustellen sind. Diese Transformationen sind wertvoll für den Aufbau von Bibliotheken von Pyridin--basierten Verbindungen für die Arzneimittelentwicklung.
Ligand für Metallkomplexe
Der N-Oxid-Sauerstoff kann an Übergangsmetalle koordinieren und Komplexe mit wohl-definierten Geometrien bilden. Das Chloratom bietet eine zusätzliche Stelle für die Einführung von Donorgruppen und ermöglicht so die Entwicklung mehrzähniger Liganden für die Katalyse. Von diesem Gerüst abgeleitete Metallkomplexe werden auf ihre katalytische Aktivität in Oxidationsreaktionen untersucht, bei denen das N--Oxid an Sauerstoffatomübertragungsprozessen teilnehmen kann.
Organisches Synthesereagenz
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt 4-Chlorpyridin-1-oxid an verschiedenen Umwandlungen teil, darunter nukleophile aromatische Substitution an der Chlorposition, elektrophile Substitution am aktivierten Ring und Reduktion zur Regenerierung des Ausgangspyridins. Das N-Oxid kann bei bestimmten Umwandlungen auch als Oxidationsmittel dienen und so die Herstellung funktionalisierter Pyridine für Anwendungen in der medizinischen Chemie und den Materialwissenschaften erleichtern.
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