7-Chlorchinazolin-2,4(1H,3H)-dion

7-Chlorchinazolin-2,4(1H,3H)-dion

CAS-Nummer: 13165-35-0
Summenformel: C8H5ClN2O2
Molekulargewicht: 196,59
SMILES-Code: O=C(N1)NC2=C(C=CC(Cl)=C2)C1=O

Produkteinführung

Produktname

7-Chlorchinazolin-2,4(1H,3H)-dion

CAS-Nummer

13165-35-0

Molekulare Formel

C8H5ClN2O2

Molekulargewicht

196.59

SMILES-Code

O=C(N1)NC2=C(C=CC(Cl)=C2)C1=O

MDL-Nr.

MFCD00563867

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Verbindung wird typischerweise als kristalliner Feststoff erhalten, der von weiß bis cremefarben reicht. Seine Summenformel lautet C8H5ClN2O2, was einem Molekulargewicht von 196,59 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen über 300 Grad, wobei bei längerem Erhitzen oberhalb dieses Bereichs eine Zersetzung beobachtet wird. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,61 g/cm³. Es zeigt eine begrenzte Löslichkeit in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol und Aceton, löst sich jedoch leichter in polaren aprotischen Lösungsmitteln wie Dimethylsulfoxid und Dimethylformamid. Die Verbindung ist in Wasser und unpolaren Lösungsmitteln wie Dichlormethan und Hexan praktisch unlöslich. Das Molekül besteht aus einem Chinazolin-2,4-dion-Kern mit einem Chloratom an der 7-Position. Die NH-Gruppen sind schwach sauer und können an Wasserstoffbrückenbindungen teilnehmen, während die Carbonylsauerstoffatome als Akzeptoren für Wasserstoffbrückenbindungen dienen. Die Lagerung in dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behältern bei Umgebungstemperatur ist im Allgemeinen ausreichend, für längere Zeiträume werden jedoch trockene Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln und starken Basen sollte vermieden werden.

 

Beschreibung

 

7 Chlorchinazolin-2,4(1H,3H)-dion ist ein halogeniertes Derivat des Chinazolin-2,4-dion-Gerüsts, eines kondensierten bicyclischen Systems, das aus einem Benzolring besteht, der mit einem Pyrimidin-2,4-dion-Ring kondensiert ist. Diese Kernstruktur, auch Chinazolindion genannt, stellt aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit mit natürlich vorkommenden Nukleotiden und ihrer Fähigkeit, über die NH- und Carbonylgruppen mehrere Wasserstoffbrückenbindungen einzugehen, ein privilegiertes Gerüst in der medizinischen Chemie dar. Das Chloratom an der 7-Position führt einen elektronenziehenden Charakter ein und bietet einen vielseitigen Ansatz für die weitere Funktionalisierung durch nukleophile aromatische Substitution oder übergangsmetallkatalysierte Kreuzkupplungsreaktionen. Die starre, planare Architektur führt zu einer Konformationsbeschränkung, die die Bindungsselektivität und Stoffwechselstabilität bei Arzneimittelkandidaten verbessern kann. Diese Kombination eines wasserstoffbindenden heterozyklischen Kerns mit einem modifizierbaren Halogen macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein für den Aufbau von Molekülen mit potenzieller Aktivität gegen verschiedene therapeutische Ziele, einschließlich Enzyme, die an Krebs und Entzündungen beteiligt sind.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der Arzneimittelforschung wird dieses Chlorchinazolindion als Baustein für die Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirksamkeit gegen Krebs und entzündliche Erkrankungen eingesetzt. Der Chinazolin-2,4-dion-Kern kann als Bioisoster für Chinazolin- oder Puringerüste dienen und wichtige Wasserstoffbrückenbindungen mit aktiven Zentren von Enzymen wie Kinasen und Phosphodiesterasen eingehen. Das Chloratom ermöglicht eine Diversifizierung im Spätstadium durch Kreuzkupplungsreaktionen und ermöglicht so die systematische Untersuchung von Struktur-Aktivitäts-Beziehungen. Aus diesem Gerüst hergestellte Derivate haben sich als vielversprechende Inhibitoren des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors und anderer onkologischer Ziele erwiesen.

 

Baustein für heterozyklische Systeme
Die Verbindung dient als Vorstufe für den Aufbau komplexerer kondensierter heterozyklischer Systeme durch weitere Anellierungsreaktionen. Die NH-Gruppen können alkyliert oder acyliert werden, während das Chlor einen Ansatzpunkt für die Einführung von Aryl- oder Heteroarylsubstituenten bietet, die an ringbildenden Reaktionen teilnehmen können. Diese Transformationen ermöglichen den Zugang zu polyzyklischen Chinazolinderivaten mit verbesserten pharmakologischen Eigenschaften, einschließlich verbesserter Zielselektivität und Stoffwechselstabilität.

 

Ligand für Metallkomplexe
Der Chinazolin-2,4-dion-Kern kann über die Carbonylsauerstoffatome und Ringstickstoffatome an Übergangsmetalle koordinieren und so Komplexe mit wohldefinierten Geometrien bilden. Von diesem Gerüst abgeleitete Metallkomplexe werden auf ihre katalytische Aktivität und als Modelle für aktive Zentren von Metalloenzymen untersucht. Der Chlorsubstituent kann die elektronischen Eigenschaften des Metallzentrums beeinflussen und so eine Feinabstimmung der Reaktivität in katalytischen Anwendungen wie Oxidations- und Kreuzkupplungsreaktionen ermöglichen.

 

Materialwissenschaftliche Anwendungen
Die starre, planare Struktur und die Fähigkeit zur Wasserstoffbindung dieses Chinazolindion-Derivats machen es wertvoll für die Entwicklung organischer Halbleiter und supramolekularer Materialien. Durch den Einbau in konjugierte Polymere oder Koordinationspolymere entstehen Materialien mit einstellbaren optoelektronischen Eigenschaften für Anwendungen in organischen Leuchtdioden und Feldeffekttransistoren. Die Fähigkeit, starke Wasserstoffbrückenbindungen zu bilden, ermöglicht auch den Aufbau selbstorganisierter Monoschichten und kristalliner Gerüste mit definierten Porenarchitekturen für die Gasspeicherung und -trennung.

 

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