5-Chlor-1H-pyrrol-3-carbonsäure

5-Chlor-1H-pyrrol-3-carbonsäure

Produktname: 5-Chlor-1H-pyrrol-3-carbonsäure
CAS-Nummer: 79600-77-4

Produkteinführung
Produktname 5-Chlor-1H-pyrrol-3-carbonsäure
CAS-Nummer 79600-77-4

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Verbindung wird typischerweise als kristalliner Feststoff erhalten, der von cremefarben bis blassbeige reicht. Seine Summenformel lautet C5H4ClNO2, was einem Molekulargewicht von 145,54 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen über 200 Grad, wobei bei längerem Erhitzen häufig eine Zersetzung beobachtet wird. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,62 g/cm³. Es zeigt eine mäßige Löslichkeit in polaren organischen Lösungsmitteln wie Dimethylsulfoxid und Dimethylformamid, eine begrenzte Löslichkeit in Methanol und Ethanol und eine vernachlässigbare Löslichkeit in Wasser und unpolaren Lösungsmitteln wie Dichlormethan und Hexan. Das Molekül besteht aus einem Pyrrolring mit einem Chloratom an der 5-Position und einer Carbonsäuregruppe an der 3-Position. Die Carbonsäure ist anfällig für Deprotonierung, Veresterung und Amidbildung, während das Pyrrol NH schwach sauer ist und an Wasserstoffbrückenbindungen teilnehmen kann. Die Lagerung in dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behältern bei Umgebungstemperatur ist im Allgemeinen ausreichend, für längere Zeiträume werden jedoch trockene Bedingungen empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln und starken Basen sollte vermieden werden.

 

Beschreibung

 

5-Chlor-1H-pyrrol-3-carbonsäure ist ein bifunktionelles Pyrrolderivat, das einen Halogensubstituenten mit einer Carbonsäure am fünfgliedrigen --gliedrigen heteroaromatischen Ring kombiniert. Der Pyrrolkern stellt ein elektronenreiches aromatisches System dar, das über die NH-Gruppe π--Stapelwechselwirkungen und Wasserstoffbrückenbindungen eingehen kann. Das Chloratom an der 5--Position führt einen elektronen-ziehenden Charakter ein und dient als vielseitiger Ansatzpunkt für übergangsmetallkatalysierte Kreuzkupplungsreaktionen wie Suzuki-, Sonogashira- und Buchwald-Hartwig-Kupplungen, wodurch die Einführung verschiedener Aryl-, Heteroaryl- oder Aminogruppen ermöglicht wird. Die Carbonsäure an der 3-Position bietet einen direkten Ansatz für die weitere Funktionalisierung durch Bildung von Amidbindungen, Veresterung oder Salzbildung, ohne dass Schritte zur Schutzgruppenentfernung erforderlich sind. Diese Kombination aus einem modifizierbaren Halogen und einer bereits vorhandenen Carbonsäure auf einem privilegierten heteroaromatischen Kern macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein in der medizinischen Chemie und organischen Synthese für den Aufbau komplexerer Pyrrol-basierter Moleküle mit potenzieller biologischer Aktivität.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der Arzneimittelforschung wird diese Chlorpyrrolcarbonsäure als Baustein für die Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirkung gegen Krebs, Entzündungen und mikrobielle Infektionen eingesetzt. Die Carbonsäure ermöglicht die direkte Amidkopplung mit Amin-haltigen Pharmakophoren und ermöglicht so die schnelle Erstellung von Bibliotheken für Struktur-Aktivitätsbeziehungsstudien. Das Chloratom erleichtert die Diversifizierung im Spätstadium durch Kreuzkupplungsreaktionen und ermöglicht so die systematische Untersuchung von Substituenteneffekten auf die biologische Aktivität. Pyrrol-haltige Moleküle sind in bioaktiven Naturprodukten und Arzneimitteln, einschließlich Statinen und Porphyrinderivaten, weit verbreitet.


Baustein für Kinase-Inhibitoren
Diese Verbindung dient als Vorstufe für die Konstruktion von Kinaseinhibitoren, die auf verschiedene onkogene Signalwege abzielen. Der Pyrrolkern kann wichtige Wasserstoff--Brückenwechselwirkungen in ATP--Bindungstaschen nachahmen, während die Carbonsäure einen Anker für die Salzbrückenbildung mit basischen Aminosäureresten darstellt. Das Chloratom ermöglicht die Einführung von Aryl- oder Heteroarylgruppen, die hydrophobe Taschen besetzen und so die Bindungsaffinität und -selektivität erhöhen. Aus diesem Gerüst hergestellte Derivate wurden auf ihr Potenzial bei der Behandlung von Krebs und entzündlichen Erkrankungen untersucht.


Zwischenprodukt für heterozyklische Systeme
Die Kombination einer Carbonsäure und eines Halogens am Pyrrolring ermöglicht den Aufbau kondensierter Heterozyklen wie Pyrrolo[2,3-d]pyrimidine, Pyrrolo[3,2-b]pyridine und Indole durch Cyclisierung oder Kreuzkupplungssequenzen. Das Chloratom ermöglicht eine weitere Anellierung über metallkatalysierte Reaktionen und ermöglicht so den Zugang zu strukturell vielfältigen Bibliotheken. Diese Ringsysteme werden auf ihre pharmakologischen Eigenschaften untersucht, wobei der starre Pyrrolkern eine Konformationsbeschränkung bietet, die sich positiv auf die Zielselektivität und die Stoffwechselstabilität auswirkt.


Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt 5-Chlor-1H-pyrrol-3-carbonsäure an verschiedenen Umwandlungen teil, darunter palladiumkatalysierte Kreuzkupplungen, Amidbindungsbildung und Veresterung. Die Carbonsäure kann zur weiteren Verarbeitung in Säurechloride, aktivierte Ester oder andere Derivate umgewandelt werden. Das Pyrrol-NH kann geschützt, alkyliert oder acyliert werden, um die Löslichkeit und Reaktivität zu modulieren. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese von Naturstoffanaloga und funktionellen Materialien, bei denen der Pyrrolring die gewünschten elektronischen Eigenschaften und Wasserstoffbrückenbindungseigenschaften beeinträchtigt.

 

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