| Produktname | 3-(4-Propoxyphenyl)propansäure |
| CAS-Nummer | 3243-40-1 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als weißer bis cremefarbener kristalliner Feststoff mit einem schwachen, charakteristischen aromatischen Geruch isoliert. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 98–102 Grad, was auf ein gut definiertes Kristallgitter hinweist. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,09 g/cm³, mit einer Summenformel von C12H16O3 und einem Molekulargewicht von 208,25. Es zeigt eine gute Löslichkeit in polaren organischen Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol, Aceton und Ethylacetat, während es in warmem Wasser eine mäßige Löslichkeit und in kaltem Wasser eine begrenzte Löslichkeit zeigt. Die Verbindung ist in aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie Hexan und Petrolether unlöslich. Die Carbonsäurefunktionalität macht es anfällig für die Deprotonierung durch Basen und bildet wasser-lösliche Carboxylatsalze. Die Lagerung in einem dicht verschlossenen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Behälter bei Umgebungstemperatur ist im Allgemeinen ausreichend, eine längere Einwirkung erhöhter Temperaturen sollte jedoch vermieden werden. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, starken Basen und Reduktionsmitteln wie Lithiumaluminiumhydrid sollte mit geeigneten Laborvorkehrungen gehandhabt werden.
Beschreibung
3-(4-Propoxyphenyl)propansäure verkörpert eine hybride Molekülarchitektur, bei der eine Propansäureseitenkette über die para-Position des aromatischen Rings an ein Phenoxypropylgerüst gebunden ist. Diese Struktur kombiniert den lipophilen Charakter der Propoxyphenyl-Einheit mit der Wasserstoffbindungsfähigkeit des Carbonsäure-Terminus. Der drei-Kohlenstoff-Abstandhalter zwischen dem aromatischen Ring und der Carboxylgruppe sorgt für Konformationsflexibilität und ermöglicht es dem Molekül, verschiedene Orientierungen für eine optimale Wechselwirkung mit biologischen Zielen oder Katalysatoroberflächen anzunehmen. Die Propoxykette trägt zu einem zusätzlichen hydrophoben Charakter bei und bleibt gleichzeitig konformativ beweglich, was die Gesamtpolarität und Membranpermeabilität der Verbindung beeinflusst. Das para-Substitutionsmuster gewährleistet eine lineare Geometrie, minimiert sterische Hinderung und maximiert gleichzeitig die elektronische Kommunikation zwischen dem Ethersauerstoff und der Carboxylgruppe über das aromatische π-System. Diese ausgewogene Kombination hydrophiler und lipophiler Elemente macht dieses Molekül zu einem vielseitigen Zwischenprodukt für den Aufbau komplexerer Strukturen, bei denen kontrollierte Amphiphilie erwünscht ist.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
In der medizinischen Chemie dient dieses Propansäurederivat als Baustein für die Synthese nicht{0}}steroidaler entzündungshemmender Medikamentenkandidaten und anderer therapeutischer Wirkstoffe gegen Stoffwechselstörungen. Das 3-Arylpropansäure-Gerüst kommt in zahlreichen bioaktiven Verbindungen vor, wo es die Geometrie natürlicher Fettsäuren nachahmt oder als starrer Linker zwischen pharmakophoren Elementen dient. Der para-Propoxyphenyl-Substituent kann die Lipophilie für eine verbesserte Membranpenetration erhöhen, während die Carbonsäure die Salzbildung oder Amidkopplung für Prodrug-Strategien ermöglicht.
Agrochemische Entwicklung
In der Pflanzenschutzforschung fungiert diese Verbindung als Zwischenprodukt für die Synthese neuartiger Pflanzenwachstumsregulatoren und Herbizide. Das Aryloxypropansäure-Motiv ist strukturell mit synthetischen Auxinen verwandt, einer Klasse von Herbiziden, die normale Wachstumsmuster bei breitblättrigen Unkräutern stören. Der Propoxy-Substituent moduliert die Lipophilie der Verbindung für eine optimale Penetration und Translokation der Nagelhaut im Pflanzengewebe, während die Carbonsäure ionische Wechselwirkungen mit Zielproteinen eingeht, die an Hormonsignalwegen beteiligt sind.
Flüssigkristall- und Materialanwendungen
Die lineare Geometrie und der polarisierbare aromatische Kern von 3-(4-Propoxyphenyl)propansäure machen es wertvoll für die Entwicklung flüssigkristalliner Materialien und selbstorganisierender Systeme. Die Propoxykette bietet die für die Mesophasenbildung erforderliche Flexibilität, während die Carbonsäure-Kopfgruppe eine wasserstoffgebundene Dimerisierung ermöglicht, die geschichtete smektische Phasen stabilisieren kann. Diese Eigenschaften werden bei der Entwicklung von Anzeigetechnologien und reaktionsfähigen Materialien genutzt, bei denen eine molekulare Ordnung unter externen Feldern erforderlich ist.
Baustein für die organische Synthese
Als bifunktionelles synthetisches Zwischenprodukt ist diese Verbindung an verschiedenen Umwandlungen beteiligt, einschließlich der Bildung von Amidbindungen mit Aminen zum Zugang zu bioaktiven Amiden, der Veresterung mit Alkoholen zur Herstellung von Prodrugs und der Reduktion zum entsprechenden Alkohol oder Aldehyd zur weiteren Verarbeitung. Der aromatische Ring kann elektrophile Substitutionsreaktionen eingehen, die durch die Propoxy- und Propansäure-Substituenten gesteuert werden, was die Einführung zusätzlicher funktioneller Gruppen ermöglicht. Sein gut definiertes Reaktivitätsmuster macht es zu einem wertvollen Ausgangsmaterial für den Aufbau von Bibliotheken von Arylpropansäurederivaten in der medizinischen Chemie und in Naturstoffsyntheseprogrammen.
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