(6-Phenyldibenzo[b,d]thiophen-4-yl)boronsäure

(6-Phenyldibenzo[b,d]thiophen-4-yl)boronsäure

CAS-Nummer: 1115640-18-0
Summenformel: C18H13BO2S
Molekulargewicht: 304,17
SMILES-Code: OB(O)C1=C2C(C3=CC=CC(C4=CC=CC=C4)=C3S2)=CC=C1

Produkteinführung

Produktname

(6-Phenyldibenzo[b,d]thiophen-4-yl)boronsäure

CAS-Nummer

1115640-18-0

Molekulare Formel

C18H13BO2S

Molekulargewicht

304.17

SMILES-Code

OB(O)C1=C2C(C3=CC=CC(C4=CC=CC=C4)=C3S2)=CC=C1

MDL-Nr.

MFCD31556238

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Verbindung wird typischerweise als cremefarbenes bis hellbeiges kristallines Pulver isoliert. Seine Summenformel lautet C18H13BO2S, was einem Molekulargewicht von 304,17 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen über 250 Grad, wobei beim Erhitzen häufig eine allmähliche Zersetzung statt eines scharfen Schmelzens auftritt. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,35 g/cm³. Es zeigt eine begrenzte Löslichkeit in üblichen organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan und Methanol, löst sich jedoch leichter in polaren aprotischen Lösungsmitteln wie Dimethylsulfoxid und Dimethylformamid. Die Verbindung ist in Wasser und aliphatischen Kohlenwasserstoffen praktisch unlöslich. Der Boronsäureanteil neigt bei längerer Lagerung zur Dehydrierung unter Bildung von Boroxinen, insbesondere unter nicht-wasserfreien Bedingungen. Zur Aufrechterhaltung der Monomerreinheit wird die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) dringend empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, starken Basen und Übergangsmetallsalzen in Abwesenheit geeigneter Liganden sollte vermieden werden.

 

Beschreibung

 

(6-Phenyldibenzo[b,d]thiophen-4-yl)boronsäure besteht aus einem Dibenzothiophenkern, der an der 4-Position mit einer Boronsäuregruppe und an der 6-Position mit einem Phenylsubstituenten funktionalisiert ist. Das Dibenzothiophen-Gerüst stellt ein starres, schwefelhaltiges heteroaromatisches System mit erweiterter π-Konjugation dar, das einzigartige elektronische und photophysikalische Eigenschaften verleiht. Die Boronsäure dient als vielseitiger Ansatzpunkt für Suzuki-Miyaura-Kreuzkupplungsreaktionen und ermöglicht den Einbau dieses kondensierten Ringsystems in größere konjugierte Architekturen. Der zusätzliche Phenylsubstituent verlängert die Konjugation weiter und beeinflusst die Molekülpackung im festen Zustand. Diese Kombination aus einem Schwefelheterozyklus, einer erweiterten aromatischen Oberfläche und einer reaktiven Boronsäure macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein für organische elektronische Materialien und optoelektronische Geräte, bei denen die starre, planare Struktur einen effizienten Ladungstransport fördert und die Boronsäure eine kovalente Integration in Polymergrundgerüste oder eine Oberflächenverankerung ermöglicht.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Organische Halbleitermaterialien
Dieses Boronsäurederivat wird in großem Umfang bei der Synthese konjugierter Polymere und kleiner Moleküle für organische Feldeffekttransistoren und organische Photovoltaik eingesetzt. Der Dibenzothiophen-Kern bietet hervorragende Loch--Transporteigenschaften und thermische Stabilität, während die Boronsäure den Einbau in Polymergerüste durch Suzuki-Polykondensation ermöglicht. Die resultierenden Materialien weisen eine hohe Ladungsträgermobilität und eine effiziente Lichtabsorption auf, was sie für elektronische Geräte der nächsten Generation wertvoll macht.

 

Baustein für OLEDs
Die starre, fluoreszierende Dibenzothiophen-Einheit macht diese Verbindung zu einem vielversprechenden Vorläufer für organische Leuchtdiodenmaterialien. Nach der Kreuz-Kupplung mit verschiedenen Arylpartnern zeigen die resultierenden Emitter eine effiziente Lumineszenz mit einstellbarer Farbe. Das Schwefelatom kann auch an der Phosphoreszenzverstärkung beteiligt sein, was Anwendungen in thermisch aktivierten verzögerten Fluoreszenz- und phosphoreszierenden OLEDs ermöglicht.

 

Sensorentwicklung
Die Boronsäureeinheit ermöglicht eine reversible Bindung an Diol-haltige Analyten, wodurch Derivate dieser Verbindung für die Entwicklung von Fluoreszenzsensoren für Zucker, Katecholamine und andere biologisch relevante Moleküle nützlich werden. Die erweiterte Konjugation des Dibenzothiophen-Kerns sorgt für ein starkes Fluoreszenzsignal, das bei der Bindung des Analyten moduliert werden kann und so einen empfindlichen Nachweis in wässrigen Medien ermöglicht.

 

Ligand für metallorganische Gerüste
Nach Umwandlung in das entsprechende Carboxylat oder durch direkte Koordination kann dieses Gerüst als Linker beim Aufbau metallorganischer Gerüste dienen. Das starre, schwefelhaltige Rückgrat verleiht strukturelle Stabilität und kann spezifische Adsorptionsstellen für die Gasspeicherung oder -trennung schaffen. Der Phenylsubstituent kann weiter funktionalisiert werden, um die Porengröße und Oberflächenchemie für gezielte Anwendungen in der Katalyse und molekularen Erkennung anzupassen.

 

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