| Produktname | Triphenyl(4-(4,4,5,5-tetramethyl-1,3,2-dioxaborolan-2-yl)benzyl)phosphoniumbromid |
| CAS-Nummer | 1169942-85-1 |
Chemische Eigenschaften
Diese Substanz wird typischerweise als weißes bis blasscremefarbenes kristallines Pulver isoliert, das keinen wahrnehmbaren Geruch aufweist. Der Schmelzpunkt liegt im Bereich von 265–270 Grad, was auf eine außergewöhnliche thermische Stabilität und ein hochgeordnetes Kristallgitter hinweist. Die Summenformel C31H33BBrO2P entspricht einem Formelgewicht von 559,28. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,27 g/cm³. Es zeigt eine gute Löslichkeit in polaren aprotischen Lösungsmitteln wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid, eine mäßige Löslichkeit in Dichlormethan und Ethanol und eine vernachlässigbare Löslichkeit in Wasser und aliphatischen Kohlenwasserstoffen. Die Pinakolboronatester-Einheit unterliegt einer langsamen Hydrolyse, wenn sie längere Zeit der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird, was eine Lagerung unter wasserfreien Bedingungen erforderlich macht. Die Aufbewahrung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) wird dringend empfohlen. Die Verbindung verfügt über standardmäßige Vorsorgeeinstufungen, die auf mögliche Haut- und Augenreizungen hinweisen und entsprechende Handhabungsprotokolle erfordern. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln sollte vermieden werden.
Beschreibung
Triphenyl(4-(4,4,5,5-tetramethyl-1,3,2-dioxaborolan-2-yl)benzyl)phosphoniumbromid stellt ein strukturell anspruchsvolles Hybridmolekül dar, das ein kationisches Phosphoniumzentrum mit einer maskierten Boronsäure in einem starren aromatischen Gerüst kombiniert. Der Triphenylphosphoniumkern stellt eine lipophile kationische Kopfgruppe bereit, die zur Membranpenetration und Mitochondrienakkumulation fähig ist, während der Benzyllinker den Boronatester in einem definierten Abstand und einer definierten Flugbahn ausrichtet. Die Pinakol-geschützte Boreinheit dient als latenter Kreuzkupplungspartner, der vor vorzeitiger Oxidation geschützt ist und dennoch unter Palladiumkatalyse leicht aktiviert wird. Das Bromid-Gegenion gleicht die positive Ladung aus und beeinflusst die Löslichkeitseigenschaften. Diese Doppelfunktionsarchitektur ermöglicht den sequentiellen oder gleichzeitigen Einsatz der Wittig-Olefinierungschemie durch Yliderzeugung und Suzuki-Miyaura-Kupplung über den Boronatgriff und bietet eine vielseitige Plattform für den Aufbau komplexer Molekülarchitekturen mit präzise positionierten funktionellen Gruppen.
Verwendungsmöglichkeiten
Sequentielle synthetische Transformationen
Dieses bifunktionelle Reagens ermöglicht orthogonale Reaktionssequenzen, bei denen die Phosphoniumgruppe deprotoniert wird, um ein Wittig-Ylid für die Alkensynthese mit Aldehyden zu bilden, gefolgt von einer Palladium-katalysierten Kreuz-kupplung an der Boronatstelle. Dieser Eintopf- oder schrittweise Ansatz ermöglicht den schnellen Aufbau strukturell komplexer Moleküle, die sowohl eine definierte Olefingeometrie als auch Biarylkonnektivität enthalten, und optimiert so die Synthesewege zu Naturstoffanalogen und funktionellen Materialien.
Mitochondrien-Gezielte Konjugatsynthese
Das Triphenylphosphonium-Kation dient als bewährtes Vehikel für den Transport von Nutzlasten zu Mitochondrien in lebenden Zellen. Derivate, die aus dieser Verbindung durch Kreuz--Kupplung oder Wittig-Reaktionen hergestellt werden, behalten die kationische Kopfgruppe bei, enthalten jedoch verschiedene funktionelle Elemente. Diese Konjugate werden auf Anwendungen in der mitochondrialen Bildgebung, der Redoxmodulation und der gezielten Abgabe therapeutischer Wirkstoffe für neurodegenerative Erkrankungen und Stoffwechselstörungen untersucht.
Ligandenentwicklung für die Koordinationschemie
Das Phosphinzentrum kann nach der Freisetzung aus der Ylidform oder durch direkte Koordination Übergangsmetalle binden und so katalytisch aktive Komplexe erzeugen. Der Boronatgriff bietet eine zusätzliche Stelle für die Immobilisierung oder weitere Funktionalisierung und ermöglicht den Aufbau bifunktioneller Katalysatoren, bei denen das Metallzentrum und die Boreinheit in Tandemumwandlungen zusammenarbeiten. Diese Hybridsysteme werden für Anwendungen in der Kreuzkupplungskatalyse und Kaskadenreaktionssequenzen untersucht.
Vorläufer organischer elektronischer Materialien
Der Einbau dieses Bausteins in konjugierte Polymere durch doppelte Kreuzkupplung oder Wittig-Polykondensation führt zu Materialien mit genau definierten optoelektronischen Eigenschaften. Die Phosphoniumgruppe kann dem Polymergerüst ionischen Charakter verleihen und so die Löslichkeit, Filmmorphologie und Ladungstransporteigenschaften für Anwendungen in lichtemittierenden elektrochemischen Zellen und organischen Photovoltaikgeräten beeinflussen. Das starre, konjugierte Gerüst fördert die geordnete Packung und die effiziente Energieübertragung in Dünnfilmgeräten.
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