| Produktname | 4-Nitroisobenzofuran-1(3H)-on |
| CAS-Nummer | 65399-18-0 |
Chemische Eigenschaften
Diese Verbindung wird typischerweise als kristalliner Feststoff mit hellgelber bis hellbrauner Farbe isoliert. Seine Summenformel lautet C8H5NO4, was einem Molekulargewicht von 179,13 entspricht. Der Schmelzpunkt liegt im Allgemeinen im Bereich von 180–185 Grad, oft zeigt sich die Zersetzung durch Verdunkelung. Die berechnete Dichte beträgt unter Umgebungsbedingungen etwa 1,55 g/cm³. Es zeigt eine mäßige Löslichkeit in polaren organischen Lösungsmitteln wie Dimethylsulfoxid und Dimethylformamid, eine begrenzte Löslichkeit in Ethylacetat und Aceton und eine vernachlässigbare Löslichkeit in Wasser, Methanol und nicht-polaren Lösungsmitteln wie Dichlormethan und Hexan. Das Molekül besteht aus einem Isobenzofuran-1(3H)-einem Kern (Phthalid) mit einem Nitrosubstituenten an der 4-Position. Der Lactonring ist unter basischen Bedingungen anfällig für Hydrolyse, während die Nitrogruppe stark elektronenziehend ist und zu einem Amin reduziert werden kann. Um eine Zersetzung zu verhindern, wird die Lagerung in dicht verschlossenen bernsteinfarbenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) empfohlen. Der Kontakt mit starken Basen, starken Reduktionsmitteln und starken Oxidationsmitteln sollte vermieden werden.
Beschreibung
4-Nitroisobenzofuran-1(3H)-one ist ein funktionalisiertes Phthalidderivat mit einer Nitrogruppe an der 4--Position des kondensierten Benzolrings. Der Phthalidkern besteht aus einem Benzolring, der mit einem -Lacton verbunden ist, wodurch ein starres, planares Gerüst mit sowohl aromatischen als auch Lacton-Funktionalitäten entsteht. Der Nitrosubstituent an der 4-Position führt zu einem starken elektronenziehenden Charakter, der die elektronische Verteilung des aromatischen Rings erheblich beeinflusst und bestimmte Positionen für einen nukleophilen Angriff aktiviert. Der Lactonring stellt ein maskiertes Carbonsäureäquivalent dar, das unter basischen Bedingungen geöffnet werden kann, um eine Hydroxyl- und Carboxylatgruppe freizulegen, was eine weitere Funktionalisierung ermöglicht. Diese Kombination aus einem elektronenarmen aromatischen System und einem latenten Carboxylat macht die Verbindung zu einem wertvollen Baustein in der organischen Synthese zum Aufbau komplexerer Moleküle, insbesondere bei der Synthese heterozyklischer Verbindungen und Naturstoffanaloga, bei denen der Phthalidkern häufig vorkommt.
Verwendungsmöglichkeiten
Pharmazeutisches Zwischenprodukt
Dieses Nitrophthalid-Derivat wird bei der Synthese von Verbindungen mit potenzieller Wirkung gegen Krebs und entzündliche Erkrankungen eingesetzt. Die Nitrogruppe kann zur Amidkupplung mit Carbonsäure- enthaltenden Pharmakophoren zu einem Amin reduziert werden, während der Lactonring geöffnet und funktionalisiert werden kann, um zusätzliche Diversität einzuführen. Phthalid-haltige Verbindungen wurden auf ihre Fähigkeit untersucht, die Enzymaktivität und die Rezeptorfunktion zu modulieren, wobei der starre Kern eine Konformationsbeschränkung bietet, die für die Zielerkennung von Vorteil ist.
Baustein für die heterozyklische Synthese
Die Kombination einer Nitrogruppe und eines Lactonrings ermöglicht den Aufbau kondensierter heterocyclischer Systeme wie Chinoline, Chinazoline und Benzoxazine durch Cyclokondensationsreaktionen. Die Reduktion der Nitrogruppe zu einem Amin mit anschließender Lactonöffnung und Cyclisierung bietet effiziente Wege zu stickstoffhaltigen Heterocyclen, die in der pharmazeutischen Forschung weit verbreitet sind. Diese Transformationen sind wertvoll für die Erstellung von Substanzbibliotheken für die Arzneimittelentwicklung.
Vorläufer für Fluoreszenzsonden
Das elektronenarme aromatische System und die Möglichkeit zur Modifikation des Lactonrings machen diese Verbindung zu einem nützlichen Ausgangspunkt für die Entwicklung von Fluoreszenzsensoren. Durch Reduktion der Nitrogruppe und anschließende Funktionalisierung können Fluorophore entstehen, deren Emissionseigenschaften empfindlich auf Umweltveränderungen wie pH-Wert oder Metallionenkonzentration reagieren. Solche Sonden werden für Anwendungen in der Biobildgebung und analytischen Chemie untersucht.
Zwischenprodukt der organischen Synthese
Als vielseitiger synthetischer Baustein nimmt 4-Nitroisobenzofuran-1(3H)-an verschiedenen Umwandlungen teil, einschließlich der nukleophilen aromatischen Substitution an durch die Nitrogruppe aktivierten Positionen, der Reduktion des Nitros zu einem Amin zur weiteren Verarbeitung und der Öffnung des Lactonrings mit anschließender Veresterung oder Amidierung. Die elektronenziehende Nitrogruppe kann auch als dirigierende Gruppe für die metallkatalysierte CH-Funktionalisierung dienen. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese von Naturstoffanalogen und funktionellen Materialien, bei denen der Phthalidkern wünschenswerte strukturelle und elektronische Eigenschaften verleiht.
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