3-(Difluormethyl)pyridin

3-(Difluormethyl)pyridin

CAS-Nummer: 76541-44-1
Summenformel: C6H5F2N
Molekulargewicht: 129,11SMILES-Code: FC(C1=CC=CN=C1)F

Produkteinführung

Produktname

3-(Difluormethyl)pyridin

CAS-Nummer

76541-44-1

Molekulare Formel

C6H5F2N

Molekulargewicht

129.11

SMILES-Code

FC(C1=CC=CN=C1)F

MDL-Nr.

MFCD11226584

 

Chemische Eigenschaften

 

Diese Verbindung liegt typischerweise als klare, farblose bis blassgelbe Flüssigkeit mit einem charakteristischen pyridinähnlichen Geruch vor. Seine Summenformel lautet C6H5F2N, was einem Molekulargewicht von 129,11 entspricht. Der Siedepunkt liegt bei Atmosphärendruck bei etwa 145–150 Grad, mit einer berechneten Dichte von etwa 1,22 g/cm³ bei 20 Grad. Es ist mit gängigen organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Dichlormethan, Ethylacetat und Diethylether mischbar und weist eine mäßige Löslichkeit in Wasser und eine begrenzte Löslichkeit in aliphatischen Kohlenwasserstoffen auf. Das Molekül enthält einen Pyridinring mit einem Difluormethylsubstituenten an der 3-Position. Die Difluormethylgruppe ist mäßig elektronen-ziehend und kann über das saure CH-Proton als lipophiler Wasserstoffbrückendonor dienen. Um Hydrolyse und Zersetzung zu verhindern, wird die Lagerung in dicht verschlossenen Behältern unter Inertatmosphäre bei reduzierter Temperatur (2–8 Grad) empfohlen. Der Kontakt mit starken Oxidationsmitteln, starken Basen und Reduktionsmitteln sollte vermieden werden. Die Verbindung kann Haut- und Augenreizungen verursachen und erfordert daher entsprechende Sicherheitsvorkehrungen bei der Handhabung.

 

Beschreibung

 

3 (Difluormethyl)pyridin ist eine fluorierte heteroaromatische Verbindung mit einem Pyridinring, der an der 3-Position durch eine Difluormethylgruppe substituiert ist. Der Pyridinkern mit seinem elektronenziehenden Stickstoffatom stellt eine mäßig elektronenarme aromatische Plattform dar, die in der Lage ist, π-Stapelungs- und Wasserstoffbrückenbindungswechselwirkungen einzugehen. Der Difluormethyl-Substituent führt zu einzigartigen elektronischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften: Die beiden Fluoratome verleihen durch induktive Effekte einen erheblichen elektronenziehenden Charakter, während das verbleibende Proton ausreichend Säure behält, um als Donor an der Wasserstoffbrückenbindung teilzunehmen. Durch diese Kombination entsteht eine funktionelle Gruppe, die in Anwendungen der medizinischen Chemie als lipophiles Bioisoster für Hydroxyl- oder Methylgruppen dienen kann. Die Difluormethyl-Einheit erhöht auch die Stoffwechselstabilität, indem sie oxidative Abbauwege blockiert, die häufig bei Methylgruppen beobachtet werden. Dieses kompakte, funktionalisierte Pyridinderivat dient als wertvoller Baustein für den Aufbau komplexerer Moleküle in der pharmazeutischen und agrochemischen Forschung, wo der fluorierte Substituent die Zielaffinität, die Stoffwechselstabilität und die pharmakokinetischen Eigenschaften modulieren kann.

 

Verwendungsmöglichkeiten

 

Pharmazeutisches Zwischenprodukt
Dieses Difluormethylpyridin-Derivat wird bei der Synthese von Kinaseinhibitoren, Antimykotika und anderen therapeutischen Verbindungen eingesetzt. Die Difluormethylgruppe kann als metabolisch stabiles Bioisoster für Hydroxyl- oder Methylgruppen fungieren und häufig die Bindungsaffinität durch verstärkte lipophile Wechselwirkungen und die Fähigkeit zur Wasserstoffbindung verbessern. Der Pyridinkern ermöglicht die Interaktion mit aktiven Enzymzentren durch Koordination an Metallionen oder Wasserstoffbrückenbindung mit Rückgratamiden. Aus diesem Gerüst hergestellte Derivate haben sich in Programmen zur Bekämpfung von Krebs, Entzündungen und Infektionskrankheiten als vielversprechend erwiesen.

 

Baustein für fluorierte Liganden
Die elektronenziehende Difluormethylgruppe kann die Donoreigenschaften des Pyridinstickstoffs modulieren und so die Entwicklung von Liganden mit maßgeschneiderten elektronischen Eigenschaften für Übergangsmetallkomplexe ermöglichen. Diese Liganden werden auf ihre katalytische Aktivität in Kreuzkupplungs-, Oxidations- und Hydrierungsreaktionen untersucht, bei denen der fluorierte Substituent die Reaktivität und Selektivität des Metallzentrums durch elektronische und sterische Effekte beeinflussen kann.

 

Agrochemische Forschung
In der Pflanzenschutzchemie dient diese Verbindung als Vorstufe für die Entwicklung neuartiger Fungizide und Herbizide mit verbessertem Umweltprofil. Die Difluormethylgruppe trägt zur Stoffwechselstabilität und Lipophilie bei und sorgt so für eine bessere Penetration in die Nagelhaut, während der Pyridinring mit Schlüsselenzymen in Pflanzenpathogenen und Schädlingen interagieren kann. Solche Derivate werden auf ihre Wirksamkeit gegen Pilzkrankheiten und Unkrautarten in wichtigen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen untersucht.

 

Baustein für die organische Synthese
Als vielseitiges synthetisches Zwischenprodukt nimmt 3-(Difluormethyl)pyridin an verschiedenen Transformationen teil, darunter nukleophile aromatische Substitution (nach Aktivierung), Palladium-katalysierte Kreuzkupplungsreaktionen und gerichtete Metallierungsstrategien. Die Difluormethylgruppe kann als dirigierende Gruppe für die CH-Funktionalisierung dienen oder durch radikalische oder metallvermittelte Prozesse weiter zu difluormethylierten Produkten verarbeitet werden. Sein Nutzen erstreckt sich auf die Synthese fluorierter Naturstoffanaloga und funktioneller Materialien, bei denen die Difluormethylgruppe wünschenswerte Eigenschaften wie metabolische Stabilität und erhöhte Lipophilie verleiht.

 

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